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Jeder Neunte könne sich damit anfreunden: Österreicher sind offenbar stärker diktaturaffin als Deutsche
Eine Umfrage zeigt besorgniserregende Unterschiede: Während knapp die Hälfte der Deutschen eine autoritäre Herrschaftsform ablehnt, ist es in Österreich lediglich ein Viertel.
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Die Österreicher sind laut einer aktuellen Umfrage offenbar eher einer Diktatur zugeneigt als die Deutschen. Während sich in der Bundesrepublik jeder 25. Befragte mit einer autoritären Herrschaftsform anfreunden könne, sei es in der Alpenrepublik jeder neunte.
Das geht aus einer von der Tageszeitung „Der Standard“ in Auftrag gegebenen Umfrage hervor, die die Ergebnisse mit jenen des Deutschland-Monitors von 2024 vergleicht.
Der Erhebung des Linzer Market-Instituts zufolge lehnt zwar mit 56 Prozent eine Mehrheit der befragten Wahlberechtigten in Österreich eine Diktatur strikt ab.
In Deutschland lag die Zahl jedoch um 20 Prozentpunkte höher. Das mache Österreicherinnen und Österreicher „deutlich anfälliger für autoritäres Denken“, heißt es.
Ein ähnliches Muster zeigte die Befragung zu einer „einzigen starken Partei, die die Volksgemeinschaft insgesamt verkörpert“. Während knapp die Hälfte der Deutschen dieses Modell ablehnte, war es in Österreich lediglich ein Viertel.
Den Wunsch nach einer starken Führerfigur äußerten laut „Standard“-Bericht vor allem junge Befragte und jene mit niedrigem Bildungsabschluss. (KNA)
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