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Mit Koran, Bernie Sanders und Zehntausenden Fans: Bilder von Zohran Mamdanis Amtsantritt als Bürgermeister von New York
Jung, links, Trump-Gegenspieler: Mit dem Jahreswechsel begann Zohran Mamdanis Amtszeit als neuer Bürgermeister von New York. Mit seinen ehrgeizigen Plänen steht er vor politischen Konflikten.
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Mit dem Beginn des neuen Jahres hat Zohran Mamdani das Amt des Bürgermeisters von New York City übernommen. Der linksliberale Demokrat wurde kurz nach Mitternacht (Ortszeit) im kleinen Kreis an dem historischen U-Bahnhof Old City Hall Station in Manhattan vereidigt.

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Den Amtseid nahm die Generalstaatsanwältin des Bundesstaats New York, Letitia James, ab.

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Mamdani legte dabei die Hand auf einen Koran. Er ist der erste muslimische Bürgermeister der größten Stadt der USA.
„Das ist wahrlich eine Ehre und ein Privileg, wie es sie nur einmal im Leben gibt“, sagte Mamdani in einer kurzen Ansprache. Die Wahl des Ortes soll nach Angaben seines Büros Mamdanis Verbundenheit mit der arbeitenden Bevölkerung unterstreichen. Die Haltestelle wurde 1945 stillgelegt und ist normalerweise nicht öffentlich zugänglich. In seinen ersten Worten als Bürgermeister kündigte Mamdani zugleich die Ernennung eines neuen Verkehrsbeauftragten an.
Am Nachmittag folgte eine zweite, öffentliche Vereidigung auf den Stufen des New Yorker Rathauses. Den Amtseid nahm dabei der unabhängige US-Senator Bernie Sanders ab, eines der politischen Vorbilder Mamdanis.

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Sanders dankte den Bürgern der Stadt, Mamdani „in einer Zeit in der Geschichte unseres Landes, in der wir zu viel Hass, zu viel Spaltung und zu viel Ungerechtigkeit erleben“, gewählt zu haben.

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Mamdani stand bei der Zeremonie gemeinsam mit seiner Ehefrau Rama Duwaji auf der Bühne.

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Trotz eisiger Temperaturen verfolgten Zehntausende New Yorker die Zeremonie auf dem berühmten Broadway südlich des Rathauses.
Zu den Rednern gehörte auch die linke Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez. Sie bezeichnete Mamdani als einen Bürgermeister, der sich konsequent der arbeitenden Bevölkerung verschrieben habe.

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New York habe sich „angesichts dieser unhaltbaren und beispiellosen Zeiten für eine historische, ehrgeizige Führung entschieden“, sagte Ocasio-Cortez (hier mit Bernie Sanders). Die Menschen hätten Mut statt Angst und „Wohlstand für die vielen statt Privilegien für die wenigen“ gewählt.
Der 34-jährige Mamdani beginnt damit seine vierjährige Amtszeit als jüngster Bürgermeister der Stadt seit Generationen. Geboren 1991 in Uganda als Sohn indischstämmiger Eltern, zog er im Alter von sieben Jahren mit seiner Familie nach New York, US-Staatsbürger wurde er erst 2018.
Politisch engagierte er sich zunächst als Aktivist, bevor er 2021 für einen Wahlkreis im New Yorker Stadtteil Queens ins Parlament des Bundesstaats New York einzog. Dort profilierte er sich als Vertreter des linken Parteiflügels der Demokraten.

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Zohran Mamadnis Mutter, Mira Nair, und sein Vater, Mahmood Mamdani, sehen zu, wie ihr Sohn als Bürgermeister von New York City vereidigt wird.
Trotz Mamdanis teils kontroverser Positionen – und der eisigen Kälte in New York City – zog seine sogenannte „Block Party“ am Donnerstag auch Prominenz jenseits der Politik an.

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Die Schauspielerin Susan Sarandon lauschte Mamdanis Rede.

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Auch der Schauspieler Richard Kind kam zur Amtseinführung.

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Der Schauspieler Mandy Patinkin sang gemeinsam mit dem Kinderchor einer Schule.

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Mitglieder des Chors der öffentlichen Schule Nr. 22 in New York.

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Auch der propalästinensische Aktivist Machmud Chalil nahm an der Zeremonie teil. Er war im März 2025 von der Trump-Regierung festgenommen worden und verbrachte 104 Tage in Abschiebehaft.
New York City ist in den Vereinigten Staaten und weltweit ein kulturelles sowie finanzwirtschaftliches Zentrum. In den USA hat die Metropole mit mehr als acht Millionen Einwohnern auch politisch eine größere Bedeutung als andere Städte.

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Zentrales Thema von Mamdanis überraschend deutlichen Wahlsiegs Anfang November war die Bezahlbarkeit des Lebens in einer der teuersten Städte der Welt.

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Mamdani versprach unter anderem kostenlose Kinderbetreuung, kostenlose Busse und einen Mietstopp für rund eine Million Haushalte – finanziert durch höhere Steuern für Wohlhabende und Unternehmen.

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Kritiker warnen vor möglichen wirtschaftlichen Folgen, Befürworter sehen in Mamdanis Kurs eine Antwort auf wachsende soziale Ungleichheit.
Immer wieder dürfte sich der Blick auch auf das Verhältnis zum republikanischen US-Präsidenten Donald Trump richten. Trump hatte Mamdani im Wahlkampf mehrfach scharf attackiert und New York mit dem Entzug von Bundesmitteln gedroht – eine ernste Drohung für eine der größten kommunalen Verwaltungen und Arbeitgeber der USA mit Hunderttausenden Beschäftigten und einem Milliardenhaushalt. Mamdani wiederum hatte den Präsidenten wiederholt als Faschisten und Gefahr für die Demokratie bezeichnet.
Nach einem Treffen im Weißen Haus klangen zuletzt versöhnlichere Töne an. Mamdani sagte, Zusammenarbeit sei möglich, politische Differenzen wolle er zum Wohl der New Yorker beiseitelegen. Trump sprach von einem produktiven Treffen und lobte Mamdanis Pläne für die Stadt. Spannungen gelten insbesondere in der Migrationspolitik jedoch weiterhin als wahrscheinlich. (dpa)
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