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US-Präsident Donald Trump spricht am 13. Januar 2026 nach seiner Rückkehr zur Joint Base Andrews in Maryland vor der Presse.

© AFP/MANDEL NGAN

Trump prüft Optionen: Heute könnte sich entscheiden, ob die USA den Iran angreifen

Einem Zeitungsbericht zufolge bereiten die USA mögliche Attacken auf den Iran vor. Doch es liegen auch andere Szenarien auf dem Tisch.

Stand:

Im Iran kamen mutmaßlich bereits Tausende Demonstrierende zu Tode. Für den heutigen Mittwoch ist laut US-Außenministerium die Hinrichtung eines 26-jährigen Demonstranten geplant. Bei Vollzug würden die USA „sehr entschlossen handeln“ – so kündigte es US-Präsident Donald Trump an. Doch wie genau?

Am Dienstag traf sich der US-Sicherheitsrat zur Vorbereitung von Optionen für Trump, berichtet die „Washington Post“. Zuvor hatte Trump bekannt gegeben, alle Treffen mit iranischen Vertretern abgesagt zu haben.

Trumps Optionen

Bereits vergangene Woche sei der Präsident über Militäroptionen und andere Szenarien informiert worden, schreibt die „Washington Post“ unter Verweis auf einen US-Beamten. Dazu gehörten Schläge gegen Irans Repressionsapparat. Aber auch Cyberangriffe gegen die Regierung und Maßnahmen zur Wiederherstellung des blockierten Internets liegen demnach auf dem Tisch.

Ein europäischer Beamter hält dem Bericht zufolge ein Vorgehen gegen die „Führung von Organisationen und Kräften am wahrscheinlichsten, die die Proteste niedergeschlagen haben“. Weniger wahrscheinlich erscheinen da weitere Angriffe auf iranische Atomanlagen, so wie im Sommer 2025.

Was US-Attacken begünstigen würde – und was nicht

Doch wie ist die militärische Ausgangslage für mögliche Attacken auf den Iran? Einerseits günstig, weil die – aus Russland gelieferte – Luftabwehr nach den Angriffen Israels und der USA in den vergangenen beiden Jahren als geschwächt gilt. Andererseits wies eine Quelle der „Washington Post“ auf Sorgen im Pentagon hinsichtlich iranischer Vergeltungsmaßnahmen hin. Wegen des Angriffs auf Venezuela seien viele Flugzeuge, Schiffe und Spezialeinheiten der USA aus dem Nahen Osten abgezogen worden.

Trumps Abwägung dürfte nicht nur militärtaktischer Natur sein. Innenpolitisch birgt eine Intervention im Iran das Risiko, die USA in einen weiteren Krieg zu verwickeln. Vielen Trump-Anhängern dürfte diese Aussicht nicht gefallen, trat er doch mit dem Ziel an, Konflikte zu beenden. Vizepräsident JD Vance gilt als Vertreter eines zurückhaltenden militärischen Kurses und soll in der Iran-Frage intern für diplomatische Lösungen werben. (TMA/AFP/dpa)

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