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So lief der Angriff auf Venezuela: Maduro wohl von US-Spezialeinheit verhaftet – Trump ordnete Einsatz schon vor Weihnachten an
In der Hauptstadt Venezuelas ereigneten sich über Stunden starke Explosionen. Augenzeugen berichteten von Hubschraubern und Flugzeugen in der Luft. Venzuelas Armee blieb ohne Chance.
Stand:
Es war wahrscheinlich einer der heikelsten Militäreinsätze in der US-Geschichte: In der Nacht zu Samstag haben US-Soldaten den venezolanischen Machthaber Nicolás Maduro verhaftet und außer Landes gebracht. Ihm soll nun in den USA der Prozess gemacht werden.
Laut Medienberichten soll die US-Eliteeinheit Delta Force Maduro geschnappt haben. Was genau bei der Festnahme passiert ist, steht bisher nicht fest. Klar ist allerdings, dass die USA eine großangelegte Militäraktion starteten, um die Verhaftung zu ermöglichen.
Gegen 2 Uhr Ortszeit (7 Uhr deutscher Zeit) berichteten Bewohner von Caracas und vor Ort arbeitende Journalisten erstmals von zahlreichen Erschütterungen, vor allem im Süden der Hauptstadt. Über mehrere Stunden soll es dann zu immer neuen Detonationen gekommen sein. Videos, die in den sozialen Netzwerken kursieren, zeigen Feuerbälle an zahlreichen Orten von Caracas. Noch im Morgengrauen waren Flugzeuge über der Stadt zu hören.

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Beobachter äußerten schnell den Verdacht, dass es eine US-Militäroperation sein könnte – schließlich hatte US-Präsident Donald Trump zuletzt mehrmals gedroht, Ziele in Venezuela auch an Land anzugreifen.
Um kurz nach zehn Uhr mitteleuropäischer Zeit war dann klar: Die USA greifen Venezuela an. Trump selbst bestätigte den Einsatz und erklärte, dass Maduro und seine Frau verhaftet wurden. Maduro war in den USA schon 2020 unter anderem wegen Drogenhandels angeklagt worden. Die USA hatten eine Belohnung von bis zu 50 Millionen Dollar (rund 43 Millionen Euro) auf ihn ausgesetzt.
Laut einem Bericht des Senders CBS hatte Trump die Angriffe gegen Venezuela schon vor Tagen angeordnet. Eigentlich sollte der Angriff in Caracas am Weihnachtstag stattfinden, aber die Bombardierung von Islamisten in Nigeria habe Vorrang gehabt. Danach hätten die Militärs auf für die Angriffe günstiges Wetter gewartet. CBS beruft sich bei seinem Bericht auf zwei Quellen in der US-Regierung.
Die Angriffe galten militärisch wichtigen Zielen im Land, wie der größten Militärbasis des Landes, Fuerte Tiuna, dem Luftwaffenstützpunkt La Carlota und dem Armee-Kommunikationszentrum El Hatillo. Außerdem wurde der größte Seehafen des Landes angegriffen. Die Luftabwehr iranischer und russischer Bauart, die das venezolanische Militär nutzt, blieb dabei auffallend untätig. Kein einziger US-Soldat soll bei dem Einsatz ums Leben gekommen sein.

© dpa/MATIAS DELACROIX

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Im südlichen Teil von Caracas, unweit von Fuerte Tiuna, fiel der Strom aus. Bewohner vor Ort berichteten ebenfalls von großflächigeren Stromausfällen.
Experten mutmaßen deshalb, dass Maduros Verhaftung mit Teilen des Regimes abgesprochen gewesen sein könnte und das Militär keinen nennenswerten Widerstand leistete.
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Videos zeigen außerdem, dass in der Nacht mehrere US-Armeehubschrauber vom Typ Chinooks über Caracas flogen. Der Einsatz von Hubschraubern deutete laut Experten auf sehr gezielte Operationen hin. Flugtracker zeigten auch, dass sich zur Zeit der Angriffe US-Tankflugzeuge über der Karibik im Einsatz befanden.
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In den vergangenen Wochen hatte Präsident Donald Trump nach wiederholten US-Einsätzen vor der Küste Venezuelas von der Möglichkeit von Angriffen auf das venezolanische Festland gesprochen. Zudem hatte er gesagt, dass die Tage von Maduro „gezählt“ seien.

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Seit September greifen US-Streitkräfte immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler im Ostpazifik und in der Karibik an. Dabei wurden mit den neuen Angriffen bislang mehr als 100 Menschen getötet. Kritiker bezeichnen die Angriffe als außergerichtliche Hinrichtungen und völkerrechtswidrig.
Die militärische Drohkulisse war gewaltig: Trump beorderte den größten US-Flugzeugträger „USS Gerald R. Ford“ vor die Küste Lateinamerikas. Darauf sind mehr als 4000 Soldaten stationiert und Dutzende Kampfjets. Zudem wurden weitere Kriegsschiffe sowie F-35-Kampfjets und Überschallflugzeuge vom Typ B1-B in die Karibik entsandt. US-Bomber fliegen regelmäßig die venezolanische Küste ab.
Am Montag hatte Trump sich über einen Angriff geäußert, bei dem es sich womöglich um den ersten US-Angriff an Land in dem Konflikt auf Venezuela handelte. Demnach wurde eine Anlegestelle für mutmaßliche venezolanische Drogenboote zerstört.
Noch am Freitag hatte sich Venezuelas Machthaber Nicolas Maduro gegenüber den USA gesprächsbereit gezeigt. Genützt hat es ihm offenbar nichts.
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