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Das Cover der Graphic Novel „Romy Schneider – Ich bin nicht mehr Sissi“.

© Splitter

„Sissi“ war nur der Anfang: Romy Schneiders Leben als Comic

Über Romy Schneider als Leinwand-Mythos gibt es viele Bücher und Filme. Eine Graphic Novel erzählt ihre Geschichte nun aus einer ungewöhnlichen Perspektive.

Von Sabine Glaubitz

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Romy Schneider ist vielen Menschen in der Filmrolle als Kaiserin Elisabeth von Österreich im Gedächtnis geblieben. Kürzlich hatte ihr erster Auftritt als „Sissi“ seinen 70. Jahrestag. Nun erzählt die Graphic Novel „Romy Schneider – Ich bin nicht mehr Sissi“ (Übersetzung Anne Bergen, Splitter-Verlag, 160 S. 29,80 €) ihr Leben in neuer Form und aus einem etwas anderen Blickwinkel.

Szenarist Stéphane Betbeder zögerte lange, bevor er sich an das Projekt wagte: „Ich wollte nicht ihr tragisches Leben erzählen“, sagt er. Nach Recherchen fand er seinen Ansatz. Er wollte eine Frau zeigen, die sich von ihrer Mutter, ihrem Stiefvater und vom Bild der ewigen Sissi befreite: Eine Emanzipation, die in Frankreich stattfand, wo sie ab 1962 dauerhaft lebte und künstlerische Freiheit gewann.

HANDOUT - 08.12.2025, Nordrhein-Westfalen, Bielefeld: Eine Seite der Graphic Novel «Romy Schneider - Ich bin nicht mehr Sissi». Der biografische Comic ist ein Projekt von Szenarist Stéphane Betbeder und wurde illustriert von Rémi Torregrossa. Foto: -/Stéphane Betbeder & Rémi Torregrossa / Splitter Verlag 2025/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
Eine Seite aus dem Comic „Romy Schneider – Ich bin nicht mehr Sissi“.

© dpa/-

Behutsame Annäherung an die Realität

In Frankreich drehte Schneider Filme mit Regisseuren wie Claude Sautet, Jacques Deray und Luchino Visconti und spielte in „Der Swimmingpool“ ein Liebespaar mit Alain Delon, mit dem sie eine berühmte und bewegende Beziehung verband.

Neben diesen filmischen Stationen stützt sich Betbeder auf Biografien, Filme und Gespräche mit Weggefährten und verzichtet bewusst auf Klischees oder pathosbeladene Darstellungen.

ARCHIV - 19.12.2012, NA, Berlin: Die Schauspielerin Romy Schneider als Kaiserin Elisabeth (M) und der Theater- und Filmschauspieler Karlheinz Böhm als ihr Gatte Kaiser Franz Joseph von Österreich (2.v.r.) sind in einer Filmszene der "Sissi"-Filmtrilogie zu sehen.  (zu dpa: «Weihnachten: «Sissi» bei RTL statt in der ARD») Foto: UPI/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Romy Schneider in ihrer bekanntesten Rolle als Kaiserin Elisabeth neben Karlheinz Böhm als Kaiser Franz Joseph von Österreich.

© dpa/UPI

Wo Quellen fehlten, näherte er sich behutsam der Realität an – etwa in der Szene, in der Romy mit einem Stift quer zwischen den Zähnen die französische Aussprache übt. „Dafür gibt es keine Belege, aber so hat man damals tatsächlich Französisch gelernt. Ich erfinde also nichts, ich lehne mich nur an die Realität an“, erklärte er.

Für den 54-Jährigen ist der Comic eine flexible Erzählform, die eine besondere Nähe zur Figur erlaubt. Die ausdrucksstarken und stimmungsvollen Illustrationen stammen von Rémi Torregrossa. (dpa)

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