Coronakrise und die soziale Frage : PEN fordert bedingungsloses Grundeinkommen

Der Schriftstellerverband will damit Selbstständige in der Kulturbranche unterstützen. Erste Umfragen zeigen: Sie könnten fast ihr ganzes Einkommen verlieren.

Für viele Freiberufler wird es knapp.
Für viele Freiberufler wird es knapp.Foto: dpa

Das PEN-Zentrum Deutschland unterstützt die Forderung des Deutschen Kulturrats nach einem bedingungsloses Grundeinkommen für sogenannte Solo-Selbstständige in der Kulturbranche für sechs Monate.

Diese „Solo-Selbstständigen“, die auf Honorarbasis arbeiten, seien durch die derzeitigen Schließungen, Ausfälle und Absagen besonders betroffen, erklärte die Schriftstellervereinigung am Donnerstag in Darmstadt.

Nach ersten Umfragen verlören sie zwischen 80 und 100 Prozent ihrer Einnahmen. Für die vielen sogenannten Freien in der Kultur- und Kreativwirtschaft werde es existenziell notwendig sein, dass die Politik schnell, unbürokratisch und effizient helfe, sagte die Präsidentin des deutschen PEN, Regula Venske.

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„Letztlich kommt es aber jetzt auf die Solidarität der gesamten Bevölkerung an, um diese Krise gemeinsam zu meistern.“ (dpa)

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