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700 Mal stand der Meister als lächelnde Statue während einer Kunstaktion im Sommer 2019 auf dem Münsterplatz in Bonn.

© Rolf Vennenbernd/dpa

So viel Fidelio war nie: Das große Beethovenjahr 2020 im Überblick

Von der interaktiven Ausstellung bis zur Fahrt mit dem Musikfrachter: Wir haben die wichtigsten Events des Beethovenjahrs zusammengestellt.

Es ist wahrhaftig viel los im Jubeljahr des Komponisten. Sein 250. Geburtstag wird landauf, landab gefeiert. Dabei scheint er sich als großer Innovator zu erweisen. Eine Auswahl der wichtigsten musikalischen Ereignisse.

5. Februar: Wiener Staatsoper

Amelie Niermeyer führt Regie, Tomas Netopil dirigiert bei einer Neuinszenierung der Urfassung von Beethovens einziger Oper, die 1805 im Theater an der Wien herauskam. Parallel ist im Haus am Ring auch der klassische „Fidelio“ zu sehen, also die dritte, 1814 an der Hofoper uraufgeführte Fassung. Sie ist in der alten Otto-Schenk-Produktion zu sehen.

15. - 21. März: Oper Bonn

Teodor Currentzis und Giovanni Antonini dirigieren alle Beethoven-Sinfonien mit dem MusicAeterna Orchestra

16. März: Theater an der Wien

Der Schauspieler und zweifache Oscar-Preisträger Christoph Waltz wagt sich an seine dritte Opernregie. Im Theater an der Wien inszeniert er „Fidelio“.

12. März: Bonn

Der 100 Meter lange „Musikfrachter“ startet seine Fahrt in Beethovens Geburtsstadt. Mit dem schwimmenden Musikvermittlungsprojekt sollen vor allem junge Menschen angesprochen werden. Sechs Wochen lang führt die Fahrt über 13 Stationen bis in die Wahlheimat des Komponisten, nach Wien.

21. April: Berlin

Die Akademie für Alte Musik erforscht in einer Konzertreihe, welche Werke seiner Zeitgenossen Beethoven beeinflusst haben. Die Sinfonien werden mit Kompositionen von C. P. E Bach, Paul Wranitzky Etienne Nicholas Méhul oder auch Justin Heinrich Knecht konfrontiert.

15. Mai: Gronau

Mit der interaktiven Ausstellung „Ludwig lebt!“ erforscht das Rock’n’Popmuseum Gronau die Nachwirkung Beethovens in Unterhaltungsmusik, Comic, Film und Literatur.

Fidelio dominiert den Sommer

700 Mal stand der Meister als lächelnde Statue während einer Kunstaktion im Sommer 2019 auf dem Münsterplatz in Bonn.
700 Mal stand der Meister als lächelnde Statue während einer Kunstaktion im Sommer 2019 auf dem Münsterplatz in Bonn.

© Rolf Vennenbernd/dpa

5. Juni: Konzerthaus Dortmund

Am Welt-Umwelttag 2020 zeigt die katalanische Theatergruppe La Fura dels Baus eine multimediale Inszenierung: Über Werke anderer Komponisten aus der Zeit Beethovens, die voll stürmischer Unruhe sind, nähert sich das Ensemble der idealisierten Harmonie von Mensch und Natur in Beethovens „Pastorale“.

5. - 7. Juni: Bonn

Die Neunte ohne Musik: Im Sprech-Chor Bonn haben sich 25 Menschen im Alter von 20 bis 83 Jahren aus elf Nationen versammelt. Texte der Mitglieder, die aus dem Geist der Sinfonie entstanden, sollen zu einer Rezitationskomposition verschmelzen.

19. Juni: Elbphilharmonie Hamburg

Über die Website Beenigma wurden Menschen aus aller Welt befragt, was Beethoven für sie bedeutet. Der Poetry-Slammer Timo Brunke hat aus den Einträgen einen Text gemacht, den fünf Zeitgenossen vertont haben: Peter Ruzicka, Manfred Trojahn, Eivin Buene, Judit Varga und Jose Maria Sanchez-Verdu. Am 25. September ist das Experiment mit dem Tonali-Orchester in Berlin in der Malzfabrik zu erleben

20. Juni: Hamm

Während die Nordwestdeutsche Philharmonie Herford konzertant den „Fidelio“ spielt, wird die chinesische Malerin Zhou Qian die musikalischen Impulse in kalligrafische Gemälde übersetzen. Schauspielerin Mechthild Großmann blickt als gealterte Leonore zudem in neuen Texten von Albert Ostermeier auf den Freiheitskampf zurück.

27. Juni: Garmisch-Partnerkirchen

„Eine wahrhaft verzückte Liebe“ hegte Richard Strauss für Beethovens „Fidelio“. Beim bayerischen Strauss-Festival ist die Oper also auch zu erleben, mit der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Dirigenten Alexander Liebreich, halbszenisch eingerichtet von Ingo Kerkhof.

21. August: Kölner Dom

Kent Nagano dirigiert die „Missa Solemnis“, es spielt das Concerto Köln, die Solistinnen sind Genia Kühmeier und Rachel Frenkel, die Solisten Sebastian Kohlhepp und Andreas Wolf

Im Herbst wird es wieder etwas stiller

700 Mal stand der Meister als lächelnde Statue während einer Kunstaktion im Sommer 2019 auf dem Münsterplatz in Bonn.
700 Mal stand der Meister als lächelnde Statue während einer Kunstaktion im Sommer 2019 auf dem Münsterplatz in Bonn.

© Rolf Vennenbernd/dpa

20. -23. September: Bonn

Leonoren-Zyklus mit Musik von Paer, Meyr, Gaveaux und Beethoven. Mit dabei sind u.a. die Talens Lyriques und das Salzburger Marionettentheater

14. Oktober: Köln

Berry Cooper und das Ensemble Novoflot wollen in der Kölner Philharmonie hinter das geistige Gerüst von Beethovens Notentexten blicken. Dabei geht es auch um die Skizzen zur unvollendeten zehnten Sinfonie. F. H.

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