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Sara Murphy, Teyana Taylor, Paul Thomas Anderson und Chase Infiniti jubeln über vier Globes für die Politsatire „One Battle After Another“.

© REUTERS/MARIO ANZUONI

Tagesspiegel Plus

Golden Globes 2026: Glänzende Party zum vorläufigen Weltuntergang

Hollywood versteht es trotz Krisenstimmung immer noch, sich selbst zu feiern. Man muss eben nur die Wirklichkeit ausblenden. Dafür wird mit „One Battle After Another“ der politisch radikalste Film seit Langem ausgezeichnet.

Stand:

Wenn in Hollywood alles seinen geordneten Gang geht, atmet die Filmwelt erleichtert auf. Nichts fürchtet man in der amerikanischen Filmindustrie mehr als Überraschungen. Auch darum ist das Geschäft in den vergangenen Jahren immer uninspirierter geworden: dank am Reißbrett entworfener Franchises und dem Urvertrauen in Stoffe, die das Publikum bereits aus Comicheften, der Spielzeugabteilung oder den achtziger Jahren kennt. Hollywood ist kein Ort der Disruption, den findet man ein paar hundert Kilometer weiter nördlich im Silicon Valley. Die Buchhalter der Filmindustrie lieben ihr Produkt plan- und berechenbar.

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