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Blick auf die verhüllte Figurendarstellung „People’s Justice“ des Kollektivs Taring Padi in Kassel.
© dpa/Swen Pförtner
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Historiker Wolfgang Benz über den Documenta-Skandal: „Ihr könnt für euren Judenhass keine deutsche Bühne benutzen“

Der Antisemitismusexperte über die Versäumnisse der Documenta-Verantwortlichen – und warum er BDS nicht automatisch für antisemitisch hält.

Herr Benz, weit vor der Eröffnung der Documenta gab es bereits Antisemitismusvorwürfe gegen das indonesische Kuratorenkollektiv Ruangrupa. Es wurde zugesichert, dass bei der Ausstellung keine antiisraelischen, antisemitischen Inhalte zu sehen sein werden. Jetzt sind sie doch aufgetaucht. Wie blicken Sie auf diesen Vorfall?
Für mich sieht das aus wie eine Reihe von Missgeschicken. Die Veranstalter der Documenta mussten doch sensibilisiert sein, bei all dem Trommelfeuer, das es im Vorfeld gegeben hat. Es ging schon damit los, dass enthüllt wurde, dass unter den Gründern der Documenta vor Jahrzehnten Nazis waren. Dann die Antisemitismus-Vorwürfe. Die Documenta hätte viel früher Experten hinzuziehen müssen, um zu überlegen, wie sie sich positioniert. 

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