Musikfest Berlin 2019 : London calling

Am 31. August beginnt das Musikfest Berlin mit einem englischen Gastspiel. Und was steht sonst noch auf dem Programm?

Das Orchestre Révolutionnaire et Romantique unter John Eliot Gardiner.
Das Orchestre Révolutionnaire et Romantique unter John Eliot Gardiner.Foto: Chris Christodoulou

Mit Werken von Hector Berlioz bricht das Musikfest Berlin 2019 auf in die europäische Moderne. Das Orchestertreffen beginnt am 31. 8. mit einem Gastspiel aus London: Das Orchestre Révolutionnaire et Romantique von John Eliot Gardiner präsentiert eine halbszenische Aufführung von Berlioz’ Oper „Benvenuto Cellini“ in einer neuen Fassung, auf historischen Instrumenten. Auch die Berliner Philharmoniker, das Originalklang-Ensemble Les Siècles, das Israel Philharmonic Orchestra und das Orchester der Deutschen Oper sowie der Pianist Alexander Melnikov widmen sich Werken des französischen Musikvisionärs.

Zudem erklingen zwei weitere Opern in der Philharmonie: Das Rundfunk-Sinfonieorchester spielt unter Vladimir Jurowski eine ungekürzte „Frau ohne Schatten“ von Richard Strauss, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin steuert Dvoraks „Rusalka“ bei, es dirigiert Robin Ticciati. Weitere Gastspiele aus London bringen das BBC Symphony Orchestra mit der europäischen Erstaufführung von Louis Andriessens „The Only One“ in die Stadt, das London Symphony Orchestra kommt erstmals mit seinem Chef Simon Rattle und Werken von Hans Abrahamsen und Olivier Messiaen.

Gegenwartskomponisten prägen das Programm mit

Komponistinnen und Komponisten der Gegenwart sollen nach Willen von Festivalchef Winrich Hopp selbstverständlich das Programm mitprägen: Olga Neuwirth, Peter Eötvös, Helmut Lachenmann und Louis Andriessen sind jeweils mehrfach präsent. Die längste Aufführung des Musikfests 2019 wird der rekonstruierte Stummfilm „La Roue“ von Abel Gance, den das RSB live begleitet: Dauer inklusive zweier Pausen etwa neun Stunden. Für ein Gastspiel mit No-Theater des 15. und 17. Jahrhunderts verwandelt sich die Philharmonie in eine Guckkastenbühne.

Kirill Petrenko wird wegen seiner Münchner Verpflichtungen erst 2020 beim Musikfest dabei sein. Die diesjährigen Auftritte der Philharmoniker leiten Daniel Harding und Peter Eötvös, erstmals nimmt auch die Karajan-Orchesterakademie am Festival teil, das bis zum 19. September dauert .

Mehr zum Thema

Weitere Infos unter www.berlinerfestspiele.de

Mehr lesen? Jetzt E-Paper gratis testen!