• Orden Pour le mérite: Regisseurin Andrea Breth wird Mitglied beim Orden Pour le mérite

Orden Pour le mérite : Regisseurin Andrea Breth wird Mitglied beim Orden Pour le mérite

75 Mitglieder hat der renommierte Orden pour le mérite, eine Vereinigung von Künstlern und Gelehrten. Bislang sind wenig Frauen dabei. Jetzt wurde die Theaterregisseurin Andrea Breth aufgenommen.

Die Theaterregisseurin Andrea Breth erhielt 2015 im Schloss Bellevue in Berlin den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.
Die Theaterregisseurin Andrea Breth erhielt 2015 im Schloss Bellevue in Berlin den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Die Theaterregisseurin Andrea Breth wird Mitglied des Ordens Pour le mérite für Wissenschaften und Künste. Dies teilte die Vorsitzende des Ordens mit, die Entwicklungsbiologin Christiane Nüsslein-Volhard. Andrea Breth gelte als eine Regisseurin gleichen Ranges wie Peter Zadek, Peter Brook, Klaus Michael Grüber, Luc Bondy und insbesondere der fünfzehn Jahre ältere Peter Stein, heißt es in der ausschließlich vergleichenden Begründung. Für ihre Regiearbeiten wurde Breth vielfach ausgezeichnet, neben Theaterpreise erhielt sie unter anderem das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst und das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist unter anderem Mitglied der Berliner Akademie der Künste.

Die 65-jährige Regisseurin, die am Burgtheater Wien, an der Berliner Schaubühne und zahlreichen großen deutschsprachigen Häusern inszenierte, Sprech- und Musiktheater, hat sich einen Namen vor allem mit ihrem psychologischen Realismus gemacht. Ihre Inszenierungen wurden vielfach zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

Andrea Breth hat die bereits im Juni erfolgte Wahl inzwischen angenommen. Dem Orden, der organisatorisch von Kulturstaatsministerin Monika Grütters betreut ist, gehören insgesamt 40 deutsche und 35 ausländische Mitglieder an. Bislang finden sich darunter lediglich zehn Frauen, etwa die Künstlerin Rebecca Horn, die Fotografin Barbara Klemm, die Komponistin Sofia Gubaidulina und die Wirtschaftswissenschaftlerin Lorraine Daston. Die Künstler- und Gelehrtenvereinigung wurde 1842 von Friedrich Wilhelm IV. gegründet und 1952 von Bundespräsident Theodor Heuss wiederbelebt. Tsp

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