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Kultur: Theater im Kino: In puncto Familie

Ausgehend von Goyas Bild "Saturn frisst eines seiner Kinder" bespiegelt das Theater im Kino Väter und Söhne bis zur letzten Konsequenz: In Marco Balianis Stück trachtet der Alte mit einer derart verzweifelten Unbedingtheit nach der Lebenskraft des Jungen, dass er ihn tötet. Das Motiv für diese irrwitzige Tat liegt - mit anderen Worten - im Verzichten-Müssen auf die Illusion der Ewigkeit begründet; in der Einsicht, dass Söhne unabdingbar zu Männern werden.

Ausgehend von Goyas Bild "Saturn frisst eines seiner Kinder" bespiegelt das Theater im Kino Väter und Söhne bis zur letzten Konsequenz: In Marco Balianis Stück trachtet der Alte mit einer derart verzweifelten Unbedingtheit nach der Lebenskraft des Jungen, dass er ihn tötet. Das Motiv für diese irrwitzige Tat liegt - mit anderen Worten - im Verzichten-Müssen auf die Illusion der Ewigkeit begründet; in der Einsicht, dass Söhne unabdingbar zu Männern werden. Stefan Kaminsky stellt den zugespitzten Generationskonflikt für Jugendliche ab 16 auf die Bühne: In seiner bewusst emotionsgeladenen Inszenierung zielt er - mit üppiger Bildersprache sowie entsprechender musikalischer und lichttechnischer Unterstützung - direkt auf die Erfahrungen der Zuschauer, was familiäre Konflikte betrifft.

20 Uhr: Theater im Kino[Boxhagene], Friedrichshain[Boxhagene]

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