Thielemann und Salzburg : Theaterdonner

Rätselraten um die Zukunft der Salzburger Osterfestspiele: Muss Thielemann gehen? Kommen die Berliner Philharmoniker zurück?

Christian Thielemann
Christian ThielemannFoto: DPA

Versucht der Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer den Dirigenten Christian Thielemann aus der Leitung der Osterfestspiele zu ekeln? Der Verdacht drängt sich auf: denn Haslauer hat bekannt gegeben, dass Nikolaus Bachler, derzeit Intendant der Münchner Oper, ab Juli 2020 kaufmännischer Geschäftsführer der Osterfestspiele wird und 2022 dann auch die Intendanz übernehmen soll. Dabei hatte sich Thielemann, der seit 2013 künstlerischer Leiter des Festivals ist, im Vorfeld deutlich gegen die Berufung ausgesprochen. „Mit Herrn Bachler wird es nichts. Wenn die Politiker ihn wollen, muss ich gehen“, zitierten die „Salzburger Nachrichten“ jetzt aus einem Brief des Dirigenten an die Aufsichtsratsvorsitzende der Osterfestspiele.

Dass Bachler den Salzburger Lokalpolitikern versprochen hat, die Berliner Philharmoniker zurückzuholen, die seit der Gründung der Osterfestspiele 1967 durch Herbert von Karajan das Stammorchester des Festivals waren, bis sie vor fünf Jahren nach Baden-Baden abwanderten, ist derzeit nur ein Gerücht. In der Tat aber läuft der Vertrag der Berliner Philharmoniker mit Baden-Baden genau bis 2022. Mit dem designierten Chefdirigenten des Orchesters, Kirill Petrenko, ist Bachler durch die gemeinsame Arbeit in München zudem eng verbunden. Sieht fast so aus, als hätte zumindest Christian Thielemann keine Zukunft mehr in Salzburg.

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