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Tagesspiegel Plus
Die S-Bahn fährt nicht mehr weiter: Uwe Johnson und seine Berliner Sachen
Kein anderer Schriftsteller hat sich nach dem Krieg so intensiv mit den öffentlichen Verkehrsbetrieben in Berlin auseinandergesetzt wie Uwe Johnson. Das hatte auch mit seiner eigenen Fluchtgeschichte zu tun.
Von Gerrit Bartels
Stand:
Als Uwe Johnson am 10. Juli 1959 die DDR verließ – sein Debütroman „Mutmaßungen über Jakob“ sollte kurz darauf beim Suhrkamp Verlag erscheinen –, stieg er in Pankow in die S-Bahn und verließ sie zwei Stationen später wieder am Gesundbrunnen. Was heute nicht weiter der Erwähnung wert ist, war damals der Übertritt von Ost nach West und im Fall von Johnson eine Flucht, die er später gern als „Umzug“ bezeichnete.
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