15.02.2014 15:32 Uhr

Verschwundene Kaufhäuser

Auf der Fläche des früheren Prenzlauer Tors steht das 1927-1929 für die jüdischen Geschäftsleute Hermann Golluber und Hugo Haller errichtete Kredit-Kaufhaus Jonaß & Co AG (Torstraße 1). Architekten des siebenstöckigen Eckgebäudes mit einer Grundfläche von circa 3000 Quadratmetern im Bauhausstil waren Gustav Bauer und Siegfried Friedländer. Im nationalsozialistischen Deutschen Reich befand sich das Haus im Besitz der NSDAP, die hier zwischen 1942 und 1945 die Zentrale der "Reichsjugendführung" (zur Betreuung der Mitglieder der Hitlerjugend) einrichtete. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Gebäudekomplex verstaatlicht und diente unter der Bezeichnung Haus der Einheit zuerst der SED als Verwaltungszentrale. 2004 erwarb das deutsch-britische Unternehmen Cresco Capital den Baukomplex für neun Millionen Euro. Unter Beachtung des Denkmalschutzes entstand nach britischem Vorbild der Club Soho House Berlin . Der Umbau kostete rund 300 Millionen Euro. Eine noble Residenz für Künstler, Journalisten, Regisseure und Manager aus dem Medienbereich entstand. Einige Räume des Hauses, wie die Dachterrasse, sind nur Clubmitgliedern zugänglich, andere Bereiche wie die Hotelzimmer oder das ehemalige Arbeitszimmer Wilhelm Piecks können auch von Nichtmitgliedern gebucht werden. 

Foto: Imago

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