Auf Autobahnen : Bundesregierung gegen generelles Tempolimit

Der Bund befürwortet "intelligentere Steuerungsmöglichkeiten". Zudem hätte eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen keinen großen Effekt auf das Klima.

Wird wieder abgebaut: Die Diskussion um ein allgemeines Tempolimit von 130 km/h. Hier baut ein Mitarbeiter der Autobahnmeisterei ein Schild zur Höchstgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern ab.
Wird wieder abgebaut: Die Diskussion um ein allgemeines Tempolimit von 130 km/h. Hier baut ein Mitarbeiter der Autobahnmeisterei...Foto: Marius Becker/dpa

Die Bundesregierung will kein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen einführen. "Das steht auch nicht im Koalitionsvertrag", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Es gebe jetzt schon "auf einem großen Teil" des deutschen Straßennetzes Geschwindigkeitsregelungen. "Es gibt auch noch intelligentere Steuerungsmöglichkeiten als ein allgemeines Tempolimit."

Die Debatte um eine Höchstgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern auf deutschen Autobahnen war unlängst wieder hochgekocht, nachdem entsprechende Vorschläge der Arbeitsgruppe "Klimaschutz im Verkehr" der Regierungskommission zur Zukunft der Mobilität bekannt geworden waren.

Die endgültigen Ergebnisse der Arbeitsgruppe sollten nun abgewartet werden, fügte Seibert hinzu.

"Wir müssen natürlich die Treibhausgase im Verkehrsbereich reduzieren", stellte der Regierungssprecher klar. Ein Sprecher des Bundesumweltministeriums sagte, dass ein "Tempolimit für die Klimabilanz sehr wenig bringt". Nach bisherigem Erkenntnisstand sei ein Tempolimit somit kein "herausragendes Instrument für den Klimaschutz". (AFP)

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