Basisbetrag bei 250 Euro : SPD plant neues Kindergeld-Konzept

Je ärmer die Familie, desto höher die Geldleistung: Die SPD will das Kindergeld reformieren. Außerdem soll es ein sogenanntes „Teilhabekonto“ geben.

Je ärmer die Familie, desto höher soll die Geldleistung sein.
Je ärmer die Familie, desto höher soll die Geldleistung sein.Foto: Jan Woitas/dpa

Die SPD will ihrem Parteitag im Dezember ein Konzept für eine Neuregelung des Kindergeldes beschließen. Das hat die kommissarische Parteivorsitzende Malu Dreyer angekündigt. „Wir wollen eine existenzsichernde Geldleistung anbieten, die alle bisherigen Familienleistungen zusammenfasst“, sagte Dreyer den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Sie soll gestaffelt sein nach Einkommenssituation der Eltern. Je ärmer die Familie ist, desto höher wird die Geldleistung sein.“

Der monatliche Basisbetrag soll demnach bei 250 Euro, der Höchstbetrag für Kinder ab 14 Jahren bei 478 Euro liegen. Das Konzept sieht laut Dreyer außerdem ein „Teilhabekonto“ in Form einer Kinderkarte mit monatlich 30 Euro vor.

Damit hätten Kinder die Möglichkeit, „in den Sportverein, die Musikschule oder ins Schwimmbad zu gehen - unabhängig vom Geldbeutel der Eltern“, erläuterte Dreyer. Außerdem solle es bundesweit unter anderem beitragsfreie Kitas und kostenlose Fahrten im Nahverkehr für Kinder geben. (dpa)

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