Bundesnachrichtendienst : BND-Umzug nach Berlin kostet 1,4 Milliarden

Die Kosten des BND-Umzugs nach Berlin liegen im Rahmen der Planungen. Trotz der veranschlagten 1,4 Milliarden Euro wird an der Klimaanlage gespart.

Die Zentrale des Bundesnachrichtendienstes in Berlin. BND.
Die Zentrale des Bundesnachrichtendienstes in Berlin. BND.Foto: Paul Zinken/dpa

Die Kosten für den Umzug des Bundesnachrichtendienstes nach Berlin belaufen sich aktuell auf knapp 1,4 Milliarden Euro. Wie der BND dem Tagesspiegel mitteilte, liegen die Gesamtkosten für den Neubau der Zentrale an der Chausseestraße bei 1085690000 Euro und damit im Rahmen der Planungen. Umzug und Erstausstattung des Gebäudes liegen derzeit bei zusätzlichen 300 Millionen Euro.

Um den Umzug in diesem Jahr zu beenden und den Wechsel attraktiver zu machen, soll es „Trennungsgelder“ für bisher in Pullach bei München angesiedelte Mitarbeiter geben, die nur zögernd nach Berlin kommen – bis zum Sommer waren es erst 50. Kanzleramt und BND nutzen dafür eine Härtefallklausel für umzugsbereite Beamte: Sie kann bis zu acht Jahre gewährt werden für Bereiche, „die unter einem besonderen Restrukturierungsdruck stehen“, heißt es.

Mehr Beschäftigte als nach Berlin zieht es ganz vom BND weg: 2018 haben bereits 105 die Behörde verlassen oder werden sie verlassen. Welche Neubau-Mängel beanstandet werden, soll geheim bleiben, da „Einzelheiten zu etwaigen Bau- und Einrichtungs- oder Installationsmängeln Rückschlüsse auf die Funktionsfähigkeit des BND ermöglichen würden“. Fest steht, dass nicht für alle Bereiche eine Klimaanlage vorgesehen ist.

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