Civey-Umfrage : Soll das Wahlalter auf 16 Jahre herabgesetzt werden?

Der Klimastreik der Schüler hat eine Debatte ausgelöst: SPD und Grüne fordern ein Wahlrecht ab 16 Jahren, die CDU ist dagegen. Was meinen Sie? Stimmen Sie ab!

Bisher nur probeweise: Schüler bei der U18-Wahl zum Bundestag im Jahr 2017 in Berlin-Wedding.
Bisher nur probeweise: Schüler bei der U18-Wahl zum Bundestag im Jahr 2017 in Berlin-Wedding.Foto: Thilo Rückeis

Seit Wochen gehen tausende Schülerinnen und Schüler freitags in Deutschland auf die Straße, um für eine andere Klimapolitik zu demonstrieren. Der "Klimastreik" hat jetzt eine unerwartete Debatte ausgelöst: SPD und Grüne fordern eine Absenkung des Wahlalters bei Bundestagswahlen von 18 auf 16 Jahre, um Jugendlichen mehr politische Teilhabe zu ermöglichen. Die Union ist dagegen. Wie sehen Sie das? Zusammen mit dem Umfrageinstitut Civey fragt der Tagesspiegel nach Ihrer Meinung. Am Ende dieses Artikels können Sie abstimmen – ganz ohne Altersgrenze.

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) hatte die Diskussion am Wochenende ausgelöst. In der "Passauer Neuen Presse" nannte sie es "großartig", dass die Jugendlichen jetzt für den Klimaschutz demonstrieren und "sich so engagieren". Das räume mit dem Vorurteil auf, dass junge Leute nicht aktiv genug wären und sich nicht politisch engagierten.

Die Ministerin sprach sich dafür aus, das Wahlalter herabzusetzen: "Wir sollten ein Wahlrecht ab 16 Jahren einführen." Auch die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen im Bundestag, Britta Haßelmann, ist dafür: "Es kann nicht sein, dass die Stimme der Jugend bei Wahlen kein Gehör findet."

Der Vize-Vorsitzende der Unionsfraktion, Thorsten Frei (CDU) lehnte den Vorschlag ab. Damit würde das Wahlrecht "letztlich entwertet", sagte er dem Tagesspiegel. Es sei kaum zu begründen, "warum jemand über die Geschicke eines Landes und einer Gesellschaft mitentscheiden soll, den wir in allen anderen Bereichen nicht für reif genug erachten, seine Angelegenheiten ohne die Zustimmung seiner Eltern zu regeln".

Luisa Neubauer, die Berliner Organisatorin der "Fridays for Future"-Schülerstreiks, sagte dem Tagesspiegel, es sei zwar erfreulich, dass sich nun wichtige Politiker zu ihrem Protest für eine bessere Klimapolitik äußerten. "Dem Klima bringt das aber nichts." Eine angemessene Reaktion auf unsere Proteste müsste eine ambitioniertere Klimapolitik sein. Die Debatte über die Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre laufe unabhängig von den Klima-Protesten. "Wir werden die Europawahl zu einer Klimawahl machen", kündigte die Studentin an.

Jetzt sind Sie gefragt: Sagen Sie uns, was Sie von einer Senkung des Wahlalters auf 18 Jahre halten. Wenn Sie sich registrieren, tragen Sie zu besseren Ergebnissen bei. Mehr Informationen hier.

(Tsp, AFP)

Mehr lesen? Jetzt E-Paper gratis testen!

19 Kommentare

Neuester Kommentar