FDP-Vize nennt Terminprobleme als Grund : Kubicki sagt Teilnahme am Dreikönigstreffen ab

FDP-Vize Kubicki hält das Dreikönigstreffen seiner Partei für eine „Kür“. Das diesjährige verpasst er nach eigenen Angaben wegen anderer Verpflichtungen.

FDP-Vize Wolfgang Kubicki
FDP-Vize Wolfgang KubickiFoto: dpa/Michael Kappeler

Der stellvertretende FDP-Parteivorsitzende Wolfgang Kubicki hat überraschend seine Teilnahme am Dreikönigstreffen der FDP in Stuttgart abgesagt. "Stuttgart ist keine Pflichtveranstaltung, sondern Kür", sagte Kubicki am Montag der "Bild"-Zeitung. Die Absage begründete er mit Terminproblemen. "Ich bin auch nicht der Einzige aus der FDP-Spitze, der passen muss."

Mit dem derzeitigen Zuspruch für die FDP in Umfragen zeigte sich Kubicki unzufrieden: "Wir dürfen uns mit unseren acht, neun Prozent nicht zufriedengeben." Er forderte seine Partei auf, sich kämpferischer zu zeigen.

Parteiinterne Kritiker ermunterte er ausdrücklich zu mehr Eigeninitiative: "Wenn die Partei mehr bekannte Köpfe haben soll, sollen sich diese Karriere-Feiglinge doch mal aus der Deckung wagen!" Niemand in der FDP werde daran gehindert, "sich zu profilieren - und niemand kann erwarten, dass er etwas geschenkt bekommt".

Im Mittelpunkt des traditionsreichen Treffens in Stuttgart steht die Rede von Parteichef Christian Lindner. Lindner war 2013 zum FDP-Chef gewählt worden, unter seiner Führung kehrte die Partei 2017 nach vierjähriger Abwesenheit in den Bundestag zurück.

In Umfragen verharrt die Partei derzeit bei Werten von sieben bis neun Prozent, von der Schwäche der GroKo-Parteien profitieren - zum Unmut vieler Liberaler - vor allem die Grünen. In der Partei wurde zuletzt vereinzelt Kritik an Lindner laut. Die Vorsitzende der Jungen Liberalen, Ria Schröder, sagte kürzlich der "Welt", dass es wegen Lindners Dominanz anderen Liberalen schwerfalle, sich öffentlich zu profilieren. (AFP)

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