Merkel widerspricht Orban : „Keinerlei Kooperation mit rechten Parteien”

Die Kanzlerin bekräftigt: Nach der Europawahl soll es keine Zusammenarbeit der europäischen Christdemokraten mit rechtspopulistischen Parteien geben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel in Ouagadougou
Bundeskanzlerin Angela Merkel in OuagadougouFoto: dpa/Michael Kappeler

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine Zusammenarbeit der europäischen Christdemokraten mit rechtspopulistischen Parteien nach der Europawahl ausgeschlossen und damit Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban widersprochen. Sie teile völlig die Position des EVP-Spitzenkandidaten Manfred Weber, "dass es keinerlei Kooperation mit rechten Parteien geben wird nach der Wahl", sagte Merkel am Donnerstag in der nigrischen Hauptstadt Niamey auf eine entsprechende Frage.

Zuvor hatte Orban gefordert, dass die konservativen Parteienfamilie EVP, zu der auch CDU und CSU gehören, mit den rechtspopulistischen Parteien wie der italienischen Lega zusammenarbeiten sollte. Merkel verwies darauf, dass die EVP Orbans Fidesz-Partei bereits suspendiert habe. Hintergrund sind antieuropäische und antisemitische Äußerungen der Partei.

Am Mittwoch hatte CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer Orban mit einem endgültigen Ausschluss aus der EVP gedroht. (Reuters)

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