• Nachfolge für Andrea Nahles: SPD plant 23 Regionalkonferenzen mit Kandidaten für Parteivorsitz

Nachfolge für Andrea Nahles : SPD plant 23 Regionalkonferenzen mit Kandidaten für Parteivorsitz

Die Bewerber für den Vorsitz der SPD werden sich von Anfang September an der Basis präsentieren. Bis Mitte Oktober können sie dabei um Stimmen werben.

Die SPD sucht eine neue Spitze.
Die SPD sucht eine neue Spitze.Foto: dpa/Patrick Seeger

Die Kandidaten für den Parteivorsitz der SPD sollen sich auf 23 Regionalkonferenzen der Basis vorstellen. Auftakt ist am 4. September in Saarbrücken, Abschluss am 12. Oktober in München, sagte der kommissarische Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“. „In den großen Landesverbänden gibt es bis zu drei, um in der Fläche sicherzustellen, dass sich möglichst viele Mitglieder ein eigenes persönliches Bild machen können.“

Bisher hat sich laut Schäfer-Gümbel rund ein Fünftel der SPD-Mitglieder für die Online-Abstimmung über den Parteivorsitz angemeldet. „Unser Ziel ist, die Marke von 100.000 zu knacken.“ Die SPD hat derzeit rund 426.000 Mitglieder. Sie dürfen im Herbst entweder online oder per Briefwahl über den künftigen Parteivorstand abstimmen. Anfang Dezember entscheidet dann ein Parteitag.

Um die Nachfolge der zurückgetretenen Parteichefin Andrea Nahles haben sich bisher Europa-Staatsminister Michael Roth und die nordrhein-westfälischen Landtagsabgeordnete Christina Kampmann beworben. Daneben wollen die Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach und Nina Scheer antreten, ebenso wie die Oberbürgermeister von Flensburg und Bautzen, Simone Lange und Alexander Ahrens. Diesen Zweier-Teams fehlt noch die nötige Mindestunterstützung aus der Partei.

Am Montag kündigte auch der Vizepräsident des SPD-Wirtschaftsforums, Robert Maier, seine Kandidatur an. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis 1. September. (dpa)

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