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Nationales Waffenregister : Rekord an verschwundenen Waffen

Ende Januar 2019 waren fast 29.000 private Schusswaffen in Deutschland nicht mehr auffindbar. Ihre Zahl stieg um knapp 18 Prozent innerhalb von zwölf Monaten.

In Kreuzberg hob die Polizei 2010 ein Waffenlager aus - es war unklar, woher die Waffen stammten und wofür sie bestimmt waren.
In Kreuzberg hob die Polizei 2010 ein Waffenlager aus - es war unklar, woher die Waffen stammten und wofür sie bestimmt waren.Foto: Marcel Mettelsiefen / DPA

Die Zahl verschwundener privater Schusswaffen in Deutschland hat einen neuen Rekord erreicht: Ende Januar 2019 waren laut Nationalem Waffenregister 28.901 Schusswaffen nicht mehr auffindbar. Damit stieg die Zahl der verschwundenen  Waffen um knapp 18 Prozent innerhalb von zwölf Monaten. Drei Jahre zuvor waren sogar noch gut 11.000 weniger Waffen verschwunden gewesen.

Das geht einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor, die dem Tagesspiegel vorliegt. Demnach wurden die meisten der Waffen (22.978) als verloren gemeldet, etwa ein Viertel (5923) als gestohlen. Wenn Schusswaffen einfach verschwinden, müssen bei der Bundesregierung alle Alarmglocken klingen: Es handelt sich um Gegenstände, die potenziell tödlich sind“, sagt die Innenpolitische Sprecherin der Grünen, Irene Mihalic dem Tagesspiegel.

Eigentlich hatte die Zahl illegal zirkulierender Waffen zuletzt verringert werden sollen: Der Bundesrat hatte 2017 einer von der Bundesregierung geplanten einjährigen Amnestie für illegalen Waffenbesitz zugestimmt. Wer verboten erworbene Waffen und Munition bei den Behörden abgibt, soll nicht bestraft werden.

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