Parteinahe Organisation : Merz will Vizepräsident des CDU-Wirtschaftsrats werden

Im Ringen um den CDU-Vorsitz ist Friedrich Merz gescheitert. Nun strebt er ein anderes parteinahes Amt an. Der Wirtschaftsrat spricht von "guten Nachrichten".

Friedrich Merz will Vizepräsident des CDU-Wirtschaftsrats werden.
Friedrich Merz will Vizepräsident des CDU-Wirtschaftsrats werden.Foto: Christoph Schmidt/dpa

Friedrich Merz will nach dem Scheitern seiner Bewerbung um den Parteivorsitz nun doch ein Amt im unmittelbaren Umfeld der CDU übernehmen. Der 63-Jährige will Vizepräsident des CDU-Wirtschaftsrats werden, wie die parteinahe Organisation am Mittwoch im Internetdienst Twitter bestätigte. Der Wirtschaftsrat sprach in diesem Zusammenhang von "guten Nachrichten".

Über die neuen Pläne von Merz hatte zuerst die "Bild"-Zeitung berichtet. Das Blatt zitierte die designierte Präsidentin des Wirtschaftsrats, Astrid Hamker, mit den Worten: "Ich schlage ihn unseren Gremien am 11. April und dann bei der Bundesdelegiertenversammlung auf dem Wirtschaftstag am 4. Juni vor."

Hamker selbst will den bisherigen Präsidenten Werner Bahlsen ablösen, der nicht erneut kandidiert. Sie wird im Fall ihrer Wahl die erste Frau an der Spitze des Wirtschaftsrats. Ihren Vorschlag für Merz begründete sie laut "Bild" mit dem großen Rückhalt, den Merz noch immer im Wirtschaftsflügel der Union genieße.

"Damit erfüllt Friedrich Merz eine große Erwartungshaltung vieler seiner Anhänger", sagte Hamker dem Blatt. "Der Wirtschaftsflügel repräsentiert viele der rund 49 Prozent der Delegierten, die Friedrich Merz beim CDU-Parteitag gewonnen hat. Deshalb erwarte ich eine große positive Resonanz." Auch seien damit alle Spekulationen über das künftige Engagement von Merz in der Partei beendet.

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Der einstige Unions-Fraktionschef hatte sich nach seiner Niederlage gegen Annegret Kramp-Karrenbauer im Ringen um den CDU-Vorsitz zunächst nicht hinsichtlich eines künftigen Engagements in der Partei festgelegt. Laut "Bild" will er nun in der neuen Funktion auch im Wahlkampf in Sachsen, Thüringen und Brandenburg auftreten, wo im Herbst jeweils Landtagswahlen anstehen. (AFP)

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