Sommerzeit oder Winterzeit : Bundesregierung hat noch nicht zur Zeitumstellung entschieden

Nach der Abschaffung der Zeitumstellung ist auch für Deutschland unsicher, ob dauerhaft die Sommer- oder Winterzeit kommt. Die EU-Staaten wollen sich abstimmen.

Dauerhaft Sommerzeit oder Winterzeit? Das ist noch nicht klar.
Dauerhaft Sommerzeit oder Winterzeit? Das ist noch nicht klar.Foto: Daniel Naupold/dpa

Die Bundesregierung hat noch nicht entschieden, ob in Deutschland ganzjährig die Sommer- oder Winterzeit eingeführt werden soll. Es sei nach dem Beschluss des EU-Parlaments zur Abschaffung der Zeitumstellung offen, welche Zeit nun gewählt werde, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf das zuständige Bundeswirtschaftsministerium.

Derzeit laufe noch die "interne Meinungsbildung innerhalb der Bundesregierung" sowie die Abstimmung mit anderen EU-Staaten. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sei aber für die Einführung einer ganzjährigen Sommerzeit. Ziel sei eine "möglichst einheitliche und weitgehend harmonisierte Lösung für den EU-Binnenmarkt", sagte eine Ministeriumssprecherin den Funke-Zeitungen. Altmaier sei bereits im Kontakt mit seinen EU-Kollegen. Außerdem befinde sich das Ministerium in Abstimmungen mit Verbänden und den anderen Ministerin in Deutschland.

Das Europaparlament hatte sich am Dienstag für eine Abschaffung der Zeitumstellung ab dem Jahr 2021 ausgesprochen. Die EU-Staaten sollen der EU-Kommission bis April 2020 mitteilen, welche Zeit sie dauerhaft beibehalten wollen – die Winter- oder die Sommerzeit. Im März 2021 soll dann zum letzten Mal die saisonale Zeitumstellung auf Sommerzeit erfolgen.

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Gemäß dem Plan der EU-Kommission kann jedes Land für sich entscheiden, in welcher Zeitzone es dauerhaft bleibt: So wäre es möglich, dass sich etwa Deutschland anders entscheidet als die Nachbarn Belgien oder Frankreich - und die Länder dann in unterschiedlichen Zeitzonen lägen. Um dies zu verhindern, sollen die EU-Staaten nun ausreichend Zeit erhalten, um ihre Pläne zu koordinieren. (AFP)

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