Transatlantisches Verhältnis : Deutsche und Amerikaner zweifeln an gemeinsamer Wertebasis

Einer Umfrage zufolge sieht die Hälfte der Deutschen und Amerikaner die gemeinsame Wertebasis schwinden. 17 Prozent der Deutschen wollen eine weniger enge Beziehung.

Kanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump
Kanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald TrumpFoto: Kay Nietfeld/dpa

Rund die Hälfte der Deutschen und der Amerikaner sehen die gemeinsame westliche Wertebasis schwinden. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Atlantik-Brücke und des American Council on Germany.

Jeder fünfte befragte Deutsche bezweifelt demnach, dass es überhaupt gemeinsame Werte zwischen den USA und Europa gibt.

Wähler von Linke und AfD häufiger gegen enge Beziehungen

17 Prozent der Deutschen wollen sogar eine weniger enge Beziehung. Gegen ein gutes transatlantisches Verhältnis sind vor allem Wähler der Linken (32 Prozent) und der AfD (21 Prozent).

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Auffällige Unterschiede gibt es auch bei der Gewichtung der wichtigsten Werte: Während freie Meinungsäußerung auf beiden Seiten des Atlantiks als wichtigster westlicher Wert gesehen wird, folgen bei den Deutschen Demokratie (56 Prozent), Schutz der Privatsphäre (33) und Rechtsstaatlichkeit (32), bei den Amerikanern dagegen Religionsfreiheit (38), Demokratie (36) sowie das Recht, eine Waffe zu tragen (30).

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