„Unnötiges Leid und Tod“ : Trumps Berater Fauci warnt vor zu frühen Lockerungen

Der Virologe hält die vorzeitige Aufhebung der Beschränkungen in den USA für eine Gefahr. Man riskiere „mehrere Ausbreitungsherde im ganzen Land“.

Anthony Fauci, Corona-Berater von US-Präsident Donald Trump, soll vor dem Senat sprechen.
Anthony Fauci, Corona-Berater von US-Präsident Donald Trump, soll vor dem Senat sprechen.Foto: MANDEL NGAN / AFP

Der führende Corona-Berater von US-Präsident Donald Trump, Anthony Fauci, wird den Senat in einer für Dienstag angesetzten Anhörung einem Medienbericht zufolge vor einer vorzeitigen Lockerung der Corona-Beschränkungen warnen. Diese werde "nicht nur zu unnötigem Leid und Tod führen, sondern uns auch in unserem Streben nach einer Rückkehr zur Normalität zurückwerfen", warnte Fauci in einer E-Mail an die "New York Times".

Trump drängt hingegen auf eine rasche Aufhebung der Corona-Beschränkungen, um die Wirtschaft nicht weiter zu belasten. Dem Senat wolle er die zentrale Botschaft übermitteln, dass dem Land Gefahr bei einer vorzeitigen Aufhebung der Beschränkungen drohe, erklärte Fauci. Wenn die Lockerungen nicht schrittweise erfolgten, riskierten die Behörden "mehrere Ausbreitungsherde im ganzen Land".

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Der einflussreiche Virologe stellt sich am Dienstag gemeinsam mit dem Direktor der Gesundheitsbehörde CDC, Robert Redfield, und dem Leiter der US-Arzneimittelbehörde FDA, Stephen Hahn, den Fragen des Senats in Washington. Die USA sind das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land weltweit. Kritiker werfen Trump vor, zu spät auf die Pandemie reagiert zu haben und die Bedrohung durch das Virus nicht ernst genug zu nehmen.

Die USA sind weltweit das mit Abstand am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land. Nach offiziellen Angaben wurden bereits mehr als 1,3 Millionen Infektionen registriert, mehr als 80.000 Menschen starben. (AFP)

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