Verteidigungsministerin unter Druck : Von der Leyen gibt Fehler in Berater-Affäre zu

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen steht wegen des Einsatzes externer Berater in ihrem Haus in der Kritik. Jetzt hat sie selbst Fehler eingeräumt.

Angesichts der Berater-Affäre hat von der Leyen interne Konsequenzen angekündigt.
Angesichts der Berater-Affäre hat von der Leyen interne Konsequenzen angekündigt.Foto: REUTERS/How Hwee Young

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat in der schwelenden Affäre um den Einsatz externer Computerexperten in ihrem Haus Fehler eingeräumt. „Die Art und Weise, wie die Beratungsleistungen abgerufen worden sind, war in Teilen nicht in Ordnung. Da müssen wir ran“, sagte die CDU-Politikerin dem „Stern“. Sie kündigte laut Magazin an, in ihrem Ministerium eine zentrale Vergabestelle einzurichten und die Fachaufsicht über nachgeordnete Ämter zu stärken, weil dort ein Großteil der Vergaben laufe.

Die Verteidigungsministerin war angesichts des Einsatzes der externen Berater jüngst durch einen Bericht des Bundesrechnungshofs unter Druck geraten. Dabei ging es auch um eine rechtswidrige Finanzierung der Berateraufträge aus einem Rahmenvertrag des Bundes. Zudem prüft die Berliner Staatsanwaltschaft nach einer Strafanzeige, ob es einen Anfangsverdacht auf Scheinselbstständigkeit gibt. (dpa)

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