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Zeitungsbericht : China und Russland hören offenbar Trumps Mobiltelefonate mit

Spione sollen sich Zugang zum Telefon verschafft haben, das Trump privat nutzt. Der Präsident will sich trotzdem nicht vom Gerät trennen. Peking dementiert.

Eine Frau fotografiert Präsident Donald Trump bei einem Auftritt in Ohio.
Eine Frau fotografiert Präsident Donald Trump bei einem Auftritt in Ohio.Foto: Jonathan Ernst/REUTERS

China und Russland hören einem Zeitungsbericht zufolge bei Mobilfunk-Telefonaten von US-Präsident Donald Trump mit. Spione aus beiden Ländern hätten sich Zugang zu dem unsicheren Telefon Trumps verschafft, das der US-Präsident für private Telefonate mit alten Freunden verwende, berichtete die „New York Times“ am Mittwoch unter Berufung auf amtierende und ehemalige Vertreter der US-Regierung. Trumps Mitarbeiter hätten den Präsidenten wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass das Telefon nicht sicher sei und dass Russland regelmäßig mithöre, aber Trump wolle sich von dem Gerät nicht trennen. Vom US-Präsidialamt war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten

China nutze die Informationen aus den mitgehörten Telefonaten für seine politischen Ziele, berichtete die Zeitung. Die Regierung in Peking versuche so herauszufinden, wie Trump denke, wem er zuhöre und wie er am besten zu beeinflussen sei. Wichtigstes Anliegen dabei sei zu verhindern, dass der Handelskonflikt zwischen den beiden weltweit größten Wirtschaftsmächte eskaliere.

China weist Vorwurf zurück

China wies den Vorwurf der Telefon-Spionage zurück. Den Bericht der „New York Times“ nannte die Pekinger Außenamtssprecherin Hua Chunying am Donnerstag „falsch“. „Wer Sorge hat, dass sein Apple iPhone abgehört wird, kann ein Huawei-Handy benutzen“, scherzte die Sprecherin unter Hinweis auf den chinesischen Smartphone-Hersteller. (Reuters, dpa)

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