SERIE WENDEKalender: 16. Februar 1989
Eine Familie durchbricht mit ihrem Auto eine Sperre zur Ständigen Vertretung
Stand:
JAHRE
MAUERFALL
Eine Potsdamer Familie durchbricht mit einem „weißen Lada“ die Sperre zum Parkplatz der Ständigen Vertretung in Ost-Berlin. Dabei verletzt sie einen Volkspolizisten der DDR, die ostdeutsche Nachrichtenagentur ADN spricht sogar von einer „schweren Verletzung“, was den Fall erschwert, denn nun hat der Lada-Fahrer eine Straftat begangen. Laut Berliner Morgenpost handelt es sich um einen 40jährigen Champignonzüchter, der die Ausreise seiner Familie erzwingen wollte.
Der Tagesspiegel berichtet von erheblichen Schäden an den Gleisanlagen der DDR. Ein Großteil des 14 000 Kilometer langen Streckennetzes der Reichsbahn müsse erneuert werden, weil die Betonschwellen sich auflösten. Der bei der Zementherstellung verwendete „Meeressand“ sei wegen seines Salzgehalts dafür verantwortlich. Auch an Plattenbauten in Marzahn zeigten sich „vorzeitige Betonverschleißerscheinungen“. Die DDR produziert hochwertigen Beton vornehmlich für das Ausland. Gerade wurde ein großer Auftrag an Land gezogen. Ost-Berlin liefert den Beton für den Kanaltunnel zwischen England und Frankreich. loy
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