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Brandenburg: Bei der BVG stehen die Signale auf Streik

Berlin - Der Hauptstadt steht im Juni voraussichtlich ein unbefristeter Streik bei der BVG bevor. Nach Angaben von Verdi hat sich die Situation im Tarifkonflikt durch die sture Haltung des Senats in den vergangenen Tagen zugespitzt.

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Berlin - Der Hauptstadt steht im Juni voraussichtlich ein unbefristeter Streik bei der BVG bevor. Nach Angaben von Verdi hat sich die Situation im Tarifkonflikt durch die sture Haltung des Senats in den vergangenen Tagen zugespitzt. „Ein Arbeitskampf ist nicht ausgeschlossen“, sagte gestern Gewerkschafts-Sprecher Andreas Splanemann. Es müsse damit gerechnet werden, dass Verdi außerdem Beschäftigte von anderen öffentlichen Unternehmen, etwa der BSR oder den Wasserbetrieben, zu kurzfristigen Protestaktionen aufrufen wird, um den Druck auf den Senat zu verstärken. Dies könnte Einschränkungen bei der Müllabfuhr oder der Straßenreinigung zur Folge haben. Heute will Verdi bekannt geben, wieweiter vorgegangen werden soll. Allerdings ist nicht damit zu rechnen, dass schon in den nächsten Tagen Busse und Bahnen lahm gelegt werden. Zunächst muss es eine Urabstimmung geben. Dabei müssen sich 75 Prozent der bei der BVG beschäftigten Verdi-Mitglieder für einen Streik aussprechen. Erfahrungsgemäß dauert die Vorbereitung einige Tage; die Abstimmung selbst wird in der Regel an zwei Tagen abgehalten. Denn man möchte möglichst vielen Mitgliedern die Teilnahme ermöglichen. Dies ist aber durch die vielen Schichtdienste an einem Tag kaum zu leisten. Laut Gewerkschaftsangaben sind 80 Prozent der 12 000 BVG-Beschäftigten gewerkschaftlich organisiert.Sigrid Kneist

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