Brandenburg: Rüttelstreifen gegen Motorradraser Brandenburg will Zahl der Kradunfälle senken
Potsdam – Angesichts einer steigenden Zahl von Motorradunfällen verschärft Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD) die Sicherheitsvorkehrungen auf den Brandenburger Straßen. Unter anderem werde die von Motorradfahrern als „Rennstrecke“ genutzte Gemeindestraße zwischen Hennickendorf und Ahrensdorf im Landkreis Teltow-Fläming mit Rüttelstreifen versehen, teilte Dellmann am Freitag in Potsdam mit.
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Potsdam – Angesichts einer steigenden Zahl von Motorradunfällen verschärft Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD) die Sicherheitsvorkehrungen auf den Brandenburger Straßen. Unter anderem werde die von Motorradfahrern als „Rennstrecke“ genutzte Gemeindestraße zwischen Hennickendorf und Ahrensdorf im Landkreis Teltow-Fläming mit Rüttelstreifen versehen, teilte Dellmann am Freitag in Potsdam mit. Damit solle die Straße für Raser unattraktiv gemacht werden. Zum ersten Mal werden den Angaben zufolge Rüttelstreifen zu diesem Zweck in Brandenburg eingesetzt.
Dellmann erläuterte, dass Tempolimits auf dieser Strecke bisher nichts gebracht hätten. Seit 2004 habe es allein auf diesen sechs Kilometern bei 30 Unfällen drei Tote und 15 Schwerverletzte gegeben. Das Ministerium unterstützt die Gemeinde mit 15 000 Euro bei der Einrichtung der Rüttelstreifen.
Nach Angaben des Ministeriums sind auf Brandenburgs Straßen seit Jahresbeginn schon mehr als dreimal so viele Motorradfahrer ums Leben gekommen wie im gleichen Vorjahreszeitraum. Laut vorläufigen Zahlen der Polizei starben zehn Zweiradfahrer, sieben von ihnen durch eigenes Fehlverhalten. Die Zahl der getöteten Motorradfahrer stieg von 23 im Jahr 2007 auf 32 im vergangenen Jahr an. Allein im April dieses Jahres kamen sieben Menschen bei Motorradunfällen ums Leben. ddp
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