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Anklage nach Regionalliga-Krawallen: Potsdamer Gericht verhandelt zu Platzsturm in Babelsberg
Zwei Männer sollen vor rund einem Jahr ein Tor geöffnet und ein Signal gegeben haben, woraufhin 75 Vermummte das Feld stürmten und gegnerische Fans attackierten. Nun kommt der Fall vor Gericht.
Stand:
Ausschreitungen bei einem Fußballspiel des SV Babelsberg 03 werden jetzt am Potsdamer Amtsgericht behandelt. Am 15. Januar wird dort zwei Männern aus Potsdam der Prozess gemacht, wegen Vorwürfen des Landfriedensbruchs und der Nötigung. Das geht aus der am Montag veröffentlichten Terminrolle des Gerichts hervor.
Die 38 und 28 Jahre alten Angeklagten sollen demnach beim Regionalligaspiel zwischen Babelsberg 03 und dem FSV Zwickau am 20. Februar 2024 entscheidend dazu beigetragen haben, dass rund 75 vermummte Babelsberg-Anhänger das Spielfeld stürmten.
Einer der Männer soll unmittelbar vor Anpfiff das Tor zum Zuschauerblock M geöffnet haben – trotz Gegenwehr zweier Ordner. Der zweite Angeklagte soll das Signal dazu gegeben haben. Durch das geöffnete Tor soll die Gruppe laut den Gerichtsangaben aufs Feld gelangt sein, warf Pyrotechnik und weitere Gegenstände in Richtung Gästeblock und attackierte Zwickau-Fans. Die beiden Beschuldigten sollen das Tor auch offen gehalten haben, um den Fluchtweg freizuhalten. Für den Prozess ist ein Verhandlungstag angesetzt.
Nach dem Platzsturm hatte sich der SV Babelsberg vom Verhalten der Fans deutlich distanziert.
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