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Der Rasen auf der Freundschaftsinsel musste schon im April gewässert werden - weil es so trocken war.
© Jana Haase

Viel zu wenig Regen in Potsdam: Auch der April war deutlich zu trocken

Seit Wochen gibt es in der Landeshauptstadt kaum Niederschlag. Schon im März hatten Meteorologen eine extreme Dürre beobachtet.

Potsdam - Nach der Dürre im März mit nur einem Bruchteil der sonst üblichen Regenmengen ist auch der April in Potsdam deutlich zu trocken ausgefallen. Laut Daten des Meteorologenportals Wetterkontor.de sind im April nur 62 Prozent der sonst in dem Monat durchschnittlichen Regenmenge gefallen, bezogen auf die Vergleichsjahre 1961 bis 1990. Im April fielen rund 27 Liter Regen pro Quadratmeter, der Großteil davon im ersten Drittel des Monats – seitdem ist kaum Regen registriert worden.

Schon im März hatten Meteorologen für die Stadt eine extreme Trockenheit beobachtet: Mit nur 1,3 Litern waren nur drei Prozent der sonst im März üblichen Regenmenge gefallen. Es handelte sich damit um den bisher trockensten März seit Anfang der Wetteraufzeichnungen 1893. Damit ist der Februar, in dem mit mehr als 44 Litern pro Quadratmeter noch rund 120 Prozent der früher üblichen Menge Niederschlag fiel, von einer langen Trockenperiode abgelöst worden. Und ausgiebiger Regen ist auch in den nächsten Tagen nicht in Sicht.

Die für die Potsdamer Welterbeparks zuständige Schlösserstiftung hatte bereits gewarnt, solche trockenen Phasen im Frühjahr habe man schon in den Dürrejahren zwischen 2018 und 2020 erlebt. Seit Jahren kämpft die Stiftung gegen die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels.

Klimafördertopf nach wenigen Wochen leer

Das auf Initiative der Grünen aufgelegte neue Klimaschutzförderprogramm der Stadt Potsdam ist bereits nach wenigen Wochen ausgeschöpft. Mit den bis Mitte April eingegangenen 22 Anträgen sei das Budget in Höhe von 50.000 Euro aufgebraucht, teilte die Stadtverwaltung mit. Das entspricht im Schnitt knapp 2300 Euro, mit denen ein Projekt gefördert wurde. 

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Über den Fonds konnten Antragsteller zum Beispiel bis zu 3000 Euro Förderung für die Errichtung von besonders energieeffizienten Häusern beantragen, aber auch zum Beispiel einen 1000-Euro-Zuschuss für ein Lastenfahrrad oder 1000 Euro für einen Stromspeicher im Eigenheim. Angesichts des großen Interesses bitte man nun, keine weiteren Anträge zu stellen, erklärte die Stadtverwaltung. 

Im nächsten Jahr werde es wieder so einen relativ unkompliziert zu beantragenden Klimaschutztopf geben, hieß es weiter. Dieser neue Topf werde mindestens den gleichen Fördergeldumfang besitzen, sagte Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos) laut Mitteilung. Informationen gibt es unter Tel.: (0331) 2893019 oder per Email unter koordinierung-klimaschutz@rathaus.potsdam.de. 

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