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In der Dortustraße parken weniger Autos.

© Ottmar Winter PNN/Ottmar Winter PNN

Autoarme Potsdamer Innenstadt: Bürger können die Pläne online kommentieren

Die zweite Onlinebeteiligung zur autoärmeren Innenstadt beginnt. Danach soll entschieden werden, welche Straßen 2026 umgestaltet werden.

Stand:

Am Freitag, dem 16. Januar, beginnt die zweite Online-Beteiligung zur autoarmen Innenstadt. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, können Interessierte bis zum 1. März die Entwürfe kommentieren und Ideen einbringen. Die Beteiligung findet online unter potsdam.mitwirken.eu statt. Zusätzlich können die Pläne während der Geschäftszeiten in der Stadtverwaltung, Hegelallee 6–10, Haus 1, 8. Etage, eingesehen werden. Die Rückmeldungen sollen geprüft und in die Pläne eingearbeitet werden. Anschließend entscheiden die Stadtverordneten.

Die gezeigten Planungen seien das Ergebnis zahlreicher Beteiligungsformate und basierten auf dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zum Konzept „Innenstadt – Straßenräume neu denken“. Mit diesem Beschluss sei festgelegt worden, die Straßen attraktiver zu gestalten, um die Innenstadt lebenswerter zu machen: mehr Aufenthaltsqualität, weniger Parksuchverkehr und mehr Raum für Begegnung, Gastronomie und Stadtgrün. Dazu sollen rund 500 bisherige Besucherparkplätze neu genutzt werden, während Besucherinnen und Besucher künftig die umliegenden Parkhäuser nutzen sollen.

Ziel sei es, die Innenstadt noch attraktiver zu machen und den Einzelhandel durch eine höhere Besucherfrequenz zu stärken. Gleichzeitig sollen die Wohnqualität verbessert und das Anwohnerparken weitestgehend erhalten werden. Die Planungen betreffen zentrale Straßen der zweiten barocken Stadterweiterung – darunter die Lindenstraße, Mittelstraße, Dortustraße und Gutenbergstraße.

Das Vorhaben führte von Beginn an zu Diskussionen. Kritik hatte es vor allem von Händlern und anderen Gewerbetreibenden gegeben, die Umsatzeinbußen fürchten, wenn ihre Kunden nicht mehr in der Nähe ihr Auto abstellen können. Im Wahlkampf hatte die neue Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (parteilos) eine enge Einbindung der Gewerbetreibenden versprochen, zugleich aber das Ziel der autoarmen Innenstadt klar verteidigt.

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