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Landeshauptstadt: Bewährungsstrafe für Stalker

35-jähriger Iraner vom Amtsgericht verurteilt

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Er machte seiner Ex-Lebensgefährtin und ihrem neuen Freund das Leben zur Hölle – und ist dafür nun am Amtsgericht verurteilt worden: Unter anderem wegen Beleidigung, Körperverletzung und Bedrohung hat am Donnerstag ein 35 Jahre alter Mann eine neun Monate lange Haftstrafe erhalten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Zudem muss der gebürtige Iraner seiner Ex-Freundin 3000 Euro zahlen. Nicht nachweisen konnte ihm das Gericht indes, dass der Angeklagte auch den in der Potsdamer Innenstadt abgestellten Chevrolet des neuen Freundes seiner drei Jahre jüngeren Ex-Frau angezündet haben soll. Ein Sprecher des Gerichts bestätigte das Urteil auf PNN-Anfrage.

Der Fall beschäftigte die Justiz mehrere Monate (PNN berichteten). Der erste Prozess gegen den Mann war im vergangenen November geplatzt, weil er nicht mehr vor Gericht erschienen war – nach seinen Angaben war er im Iran festgenommen worden. Deswegen war das Verfahren jetzt neu aufgerollt worden.

Die Frau hatte den Angeklagten, mit dem sie ein gemeinsames, jetzt sieben Jahre altes Kind hat, schwer belastet: Er habe ihr trotz gerichtlichen Kontaktverbots fast täglich aufgelauert und sie mehrfach bedroht. Schon die frühere Beziehung mit ihm sei von Eifersucht und Jähzorn des Ex-Freundes sowie von strengen islamischen Regeln geprägt gewesen. Noch heute müsse sie psychologisch behandelt werden. Der Mann hatte die Vorwürfe bestritten. Sein Verteidiger Mathias Noll sagte, wahrscheinlich werde er keine Rechtsmittel einlegen. Ob die Staatsanwaltschaft ihrerseits in die nächste Instanz geht, blieb zunächst unklar. HK

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