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Wann die Bibliothek am Stern umgebaut wird, ist unklar. 
© Andreas Klaer

Unklare Finanzierung: Bibliotheksumbau am Stern liegt auf Eis

Vor einem wurden Pläne für die Filiale präsentiert. Die Kosten für das Vorhaben belaufen sich derzeit auf rund 2,7 Millionen Euro.

Von Marco Zschieck

Potsdam - Der Umbau der Zweigbibliothek am Stern ist ungewiss. Bereits vor einem Jahr war ein Entwurf vorgestellt worden – doch konkreter ist das Vorhaben seitdem offenbar nicht geworden. Wie die Stadtverwaltung auf PNN-Anfrage mitteilte, haben die Detailplanungen noch nicht begonnen. Knackpunkt ist die unklare Finanzierung. Dementsprechend gibt es auch noch keinen Zeitplan. „Der Zeitplan für dieses Vorhaben ist entscheidend davon abhängig, zu welchem Zeitpunkt die Finanzierung gesichert werden kann“, so die Auskunft aus dem Rathaus.

Immerhin hat man anders als vor einem Jahr inzwischen eine Vorstellung davon, was der Umbau kosten könnte. „Auf der Basis aktueller Baupreise ist von Investitionskosten in Höhe von rund 2,7 Millionen Euro auszugehen“, hieß es weiter. Der im Sommer 2021 vorgestellte Entwurf ist laut Rathaus im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ entstanden. „Es ist möglich, bis 2025 im Rahmen dieses Programmes weitere Mittel, zum Beispiel für die Innenausstattung oder den Anbau, einzusetzen.“

Gesamtplanung zur Sanierung des Hauses erforderlich

Vorab sei jedoch eine Gesamtplanung zur Sanierung des Hauses erforderlich. Soweit nicht weitere zusätzliche Fördermittel eingeworben werden können, müsste die Finanzierung dafür über investive Eigenmittel aus dem städtischen Haushalt gesichert werden, hieß es weiter.

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Der Entwurf des niederländischen Architekten Aat Vos klang vielversprechend. Vorgesehen war unter anderem ein Wintergarten mit Blick auf den Johannes-Kepler-Platz, der zusätzlich Raum zum Lesen oder Entspannen schafft. Die Bücher rückten dem Entwurf zufolge an den Rand des Innenraumes. Die gewellte Decke sollte im Inneren wieder sichtbar gemacht werden. Auch eine kleine Bühne war geplant, die auch als Wohnzimmerlandschaft mit Sofa genutzt werden sollte. 

Auf vielfachen Wunsch der Nutzer war außerdem eine kleine Küche vorgesehen, um Kaffee, Snacks oder Babynahrung zuzubereiten. Für Familien sollte es einen Bereich geben, in den sich Eltern mit Kindern zurückziehen können. Außerdem sollte die Bibliothek künftig länger geöffnet sein. 

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