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Studierende während einer Vorlesung an der Universität Potsdam.
© Andreas Klaer

60 Anfängerplätze an der Uni Potsdam: Brandenburg plant Universitätsausbildung für Berufsschullehrer

Vier neue Professuren sollen eingerichtet werden. Die Kosten für die Umsetzung des Konzepts liegen bei jährlich mindestens rund 2,9 Millionen Euro.

Potsdam - Brandenburg will in die Universitätsausbildung von Berufsschullehrkräften einsteigen. Geplant sei, an der Universität Potsdam künftig jährlich 60 Studienanfängerplätze für einen Master of Education im Berufsschullehramt zu schaffen, der auf einen vorhandenen Fach-Bachelor aufbaut, teilte die Staatskanzlei nach einem entsprechenden Kabinettsbeschluss am Dienstag in Potsdam mit. 

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Dafür sollen insgesamt vier neue Professuren für Technik- und Wirtschaftsdidaktik in der beruflichen Bildung, für Berufspädagogik im Bereich der Bildungswissenschaften sowie für fachwissenschaftliche Expertise im Bereich Informationstechnologie eingerichtet werden. Mit dem Konzept müsse sich nun noch der Landtag befassen. Die Kosten für die Umsetzung des Konzepts lägen bei jährlich mindestens rund 2,9 Millionen Euro, hieß es. Hinzu kämen Kosten für die Ausstattung.

In Brandenburg würden nicht nur Lehrkräfte für allgemeinbildende Schulen, sondern auch „sehr gut ausgebildete Berufsschullehrerinnen und -lehrer“ gebraucht, betonte Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD). Dies werde jedoch nicht ohne zusätzliche Ressourcen funktionieren. Zudem würden attraktive berufsbegleitende Weiterbildungsangebote benötigt, „um diejenigen für den Lehrkräfteberuf zu gewinnen, die bereits im Berufsleben stehen“. Das Konzept zur universitären Berufsschullehrkräfte- Ausbildung geht den Angaben zufolge auf einen Landtagsbeschluss vom Juni 2020 zurück. (epd)

yvonne Jennerjahn

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