Interview mit Hartmut Dorgerloh: „Die fünf Millionen Euro sind eine politische Zahl“
Hartmut Dorgerloh, Chef der Preußischen Schlösser und Gärten verteidigt im PNN-Interview den Deal mit der Stadt. Potsdam zahlt künftig eine Million Euro jährlich für die Pflege der Parks - auch wenn unklar ist, woher das Geld kommen soll.
Stand:
Herr Dorgerloh, die heute unterzeichnete Vereinbarung mit der Stadt Potsdam garantiert der Stiftung fünf Jahre lang je eine Million Euro. Ist das genug?
Damit können wir beginnen, die größten pflegerischen Defizite in der Parkanlage anzugehen. Insofern ist die Vereinbarung ein wichtiger Beitrag. Dabei müssen wir schrittweise vorgehen. Die Vereinbarung ist nicht das Ziel aller Wünsche.
Hartmut Dorgerloh (51) ist als Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten für den Park Sanssouci verantwortlich.
Die Stiftung war mit der Vorstellung in die Verhandlungen gegangen, die Höhe von Potsdams Beitrag nach zwei Jahren erneut zu erhöhen. Ist die Festlegung auf fünf Jahre ein Rückschritt?
Die Zahlung von einer Million Euro ist eine politische Zahl. Der wirkliche Bedarf ist deutlich höher. Wir werden sehen, wie weit wir nach fünf Jahren mit dem Geld gekommen sind. Das hätten wir nach zwei Jahren auch gemacht.
Die Zahlung der Stadt an die Stiftung war umstritten. Waren die Verhandlungen schwierig?
Die Gespräche mit der Stadt waren sehr konstruktiv. Wir sind schnell zu einer Einigung gekommen und haben es nun ein paar Tage vor dem 30. Juni geschafft.
Das Datum war als Frist für die Einigung über Potsdams Zahlung vom Stiftungsrat gesetzt. Ist da nicht sehr viel Druck aufgebaut worden?
Es gab bereits 2012 eine klare Beschlusslage. Der Stadt wurde die Option eingeräumt, sich an den Kosten für die Parkpflege zu beteiligen. Das haben die Stadtverordneten nun beschlossen.
Das Gespräch führte Marco Zschieck
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