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Gefrierender Regen und glatte Straßen: Zwei Glätteunfälle in Potsdam, 60 landesweit
Überfrierende Nässe sorgte am Dienstagmorgen in Potsdam für Glätte. Teile des Berufsverkehrs wurden lahmgelegt. In Potsdam wurden zwei Glätteunfälle gezählt, brandenburgweit wurden zehn Personen verletzt.
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Gefrierender Regen und glatte Straßen haben am Dienstagmorgen Teile des Potsdamer Berufsverkehrs lahmgelegt. Zwar waren die Hauptachsen größtenteils geräumt, Nebenstraßen, Geh- und Radwege teils aber spiegelglatt. Bei der Zahl der glättebedingten Unfälle kam die Landeshauptstadt jedoch vergleichsweise glimpflich durch.
Das könnte auch auf Vorsichtsmaßnahmen zurückzuführen sein: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Montag für die Nacht zu Dienstag und den Dienstagvormittag eine amtliche Unwetterwarnung aufgrund der Glätte herausgegeben.
Das brandenburgische Bildungsministerium hatte daraufhin die Präsenzpflicht für Schulen aufgehoben. Zahlreiche Potsdamer Schulen stellten auf Distanzunterricht um. Autofahrer berichteten von merklich weniger Verkehr im Berufsverkehr, als üblich. Offenbar hatten viele die Warnung ernst genommen und waren, so möglich, zu Hause geblieben. Auch Parks und Gärten der Schlösserstiftung blieben geschlossen. Am späteren Vormittag setzte Tauwetter ein.
Auto überschlug sich
Zwei Unfälle, die mit der Glätte in Zusammenhang standen, ereigneten sich nach Angaben der Polizeidirektion West in Potsdam, beide gegen 7 Uhr. Auf der Autobahn A115 zwischen der Anschlussstelle Babelsberg und Kleinmachnow kam demnach ein Auto von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Als die Polizei eintraf, lag das Auto auf der Seite neben der Fahrbahn im Straßengraben. Die beiden Insassen des Wagens wurde nicht verletzt. Das Auto war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der Sachschaden wird auf 5000 Euro geschätzt.
In Babelsberg stürzte im gleichen Zeitraum ein 37 Jahre alter Fahrradfahrer. Der Mann war in der Wetzlarer Straße unterwegs und rutschte wahrscheinlich aufgrund der glatten Straße aus und fiel hin. Er wurde verletzt und musste mit dem Rettungswagen zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.
Landesweit waren die Folgen glatter Straßen deutlich massiver. Nach Angaben des Polizeipräsidiums wurden zehn Menschen in Brandenburg verletzt. Insgesamt habe es seit Mitternacht mehr als 60 Glätte-Unfälle gegeben. Vielerorts blieb es bei Blechschäden.
Auch auf den öffentlichen Nahverkehr hat die Glätte Auswirkungen. Vor allem am frühen Dienstagmorgen hatten einige Busse aus dem Umland, beispielsweise aus Beelitz und Michendorf, teils erhebliche Verspätungen von 30 Minuten oder mehr. Mehrere Züge der Regionalbahnlinie RE7 entfielen komplett. Der RE1 fuhr zwar, aber viele Bahnen verspätet. Die Straßenbahnen fuhren hingegen größtenteils planmäßig. In mehreren Landkreisen in Brandenburg wurde der Linienverkehr mit Bussen komplett eingestellt, wie auf Webseiten der Verkehrsbetriebe zu lesen war.
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