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Sport: Judokas vor schweren Aufgaben Yvonne Bönisch pausiert für den Rest der Saison

Wenn sich Potsdams UJKC-Judo-Frauen am Sonnabend auf den Weg nach Herten machen, treten sie nicht in Bestbesetzung gegen den Gastgeber und das Team aus Neumünster an: Olympiasiegerin Yvonne Bönisch wird bis zum Saisonende nicht mehr dabei sein. „Nach einem solchen Höhepunkt in Athen braucht sie jetzt Ruhe“, sagte Trainer Axel Kirchner.

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Wenn sich Potsdams UJKC-Judo-Frauen am Sonnabend auf den Weg nach Herten machen, treten sie nicht in Bestbesetzung gegen den Gastgeber und das Team aus Neumünster an: Olympiasiegerin Yvonne Bönisch wird bis zum Saisonende nicht mehr dabei sein. „Nach einem solchen Höhepunkt in Athen braucht sie jetzt Ruhe“, sagte Trainer Axel Kirchner. „Die Belastung wäre zu groß.“ Ebenso steht die Olympiadritte, Julia Matijass, den Potsdamerinnen nicht zur Verfügung: Nach ihrem Einsatz in Griechenland hat sich auch die Osnabrücker Gaststarterin Ruhe verdient. Trotzdem, so Kirchner, sei das Team in guter Verfassung und rechne sich einen Erfolg in Herten aus. Der UJKC startet mit Stefanie Schulz (48 kg), Jeanette Wanke (52kg), Claudia Ahrens (57kg) – sie sieht den Kampf gleichzeitig als Vorbereitung auf die Junioren-WM –, Claudia Malzahn (63kg), Heide Wollert (72kg), Victoria Burke (78kg) und Nancy Steinmüller (über 90kg). Kirchner weiß um die Stärke der beiden Gegner. „Neumünster ist zwar Aufsteiger, hat sich aber aus der Kampfgemeinschaft des vergangenen Jahres formiert“, so der Coach. „Die Mannschaft hat zudem einige Nationalkader in ihren Reihen.“ Auch Herten sei nicht zu unterschätzen: Das Team gilt als Mischung aus Osnabrücker und holländischen Judokas mit einigen Nationalkadern. Gleichzeitig gehen drei UJKC-Weißkittel bei der Junioren-EM am Wochenende in Sofia an den Start. In der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm liegen die Hoffnungen auf Franziska Pufahl. Die Klasse bis 63kg wird von Elisa Schmidtke besetzt, und Julia Basler geht in der Klasse bis 70kg auf die Matte. „Damit haben wir am Wochenende das Problem, alle Gewichtsklassen optimal abzudecken“, so Kirchner. „Das ist uns aber gelungen, so dass wir recht optimistisch sein können.“ Die UJKC-Männer als Bundesliga-Aufsteiger müssen sich währenddessen in Braunschweig beweisen. Nach der derben 2:12-Schlappe vom Sonnabend gegen den SC Berlin – laut Kirchner eine „Standortbestimmung“ – rücken die Potsdamer nun verstärkt an: In Braunschweig gehen wieder die drei polnischen Gaststarter Andrzej Karawacki, Przemyslaw Matjaszek und Pawel Smoliniec auf die Matte. „Mit ihnen und den beiden Schendel-Brüdern in der Klasse bis 73 Kilogramm dürfte eigentlich nichts anbrennen“, hofft Axel Kirchner. Aber auch Karl Schöneburg, der seinem polnischen Gegner am Sonnabend unterlegen war, räumt der Coach gute Chancen ein. Ein Unentschieden sieht er in Braunschweig im Bereich des Möglichen, aber auch eine knappe Niederlage sei gegen das Team, das mehrere starke Ausländer aus Litauen, Slowenien und Tschechien in seinen Reihen hat, denkbar. Wie immer der Kampftag endet: Der Klassenerhalt und somit das gesteckte Saisonziel steht bereits fest. Kirchner: „So viele Punkte kann Leverkusen als Tabellenletzter überhaupt nicht mehr machen.“ Henner Mallwitz

Henner Mallwitz

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