Landeshauptstadt: Mehr Mitarbeiter für Sportlerinternat?
Die kommunale Luftschiffhafen GmbH prüft, ob das Wohnheim der Elite-Sportschule „Friedrich Ludwig Jahn“ mehr Mitarbeiter erhalten soll. Wie Unternehmenssprecherin Kirstin Gebauer auf PNN-Anfrage bestätigte, arbeite man zusammen mit der Interimsleitung des Internats sowie dem jetzt dort eingesetzten Jugendhilfeträger Start gGmbh an einer neuen Konzeption für das Haus.
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Die kommunale Luftschiffhafen GmbH prüft, ob das Wohnheim der Elite-Sportschule „Friedrich Ludwig Jahn“ mehr Mitarbeiter erhalten soll. Wie Unternehmenssprecherin Kirstin Gebauer auf PNN-Anfrage bestätigte, arbeite man zusammen mit der Interimsleitung des Internats sowie dem jetzt dort eingesetzten Jugendhilfeträger Start gGmbh an einer neuen Konzeption für das Haus. Wenn dies abgeschlossen sei, könnten Aussagen zum Personalaufwand getroffen werden. Derzeit seien knapp 35 Mitarbeiter vor Ort beschäftigt, die 400 Sportler betreuen. Sie sollen ihnen bei der Organisation von Tagesabläufen – Schule, Sport und Freizeit – und für eine „Rund-um-die-Uhr“-Betreuung zur Verfügung stehen.
Seit Mitte Oktober ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen zwei Elftklässler der Schule, zugleich frühere Heimbewohner, wegen des Verdachts der sexuellen Nötigung. Opfer sollen zwei Jungen aus der achten Klasse sein. Für Empörung hatte gesorgt, dass die Vorwürfe über zwei Wochen lang im Wohnheim bekannt gewesen sein sollen, aber Mitarbeiter nichts unternahmen. Daraufhin wurde die Heimleitung suspendiert. Zudem hatten frühere Internatsschüler geschildert, dass es in der Vergangenheit auch weitere Fälle von Mobbing und Gewalt an dem Internat gegeben habe. Die Luftschiffhafen GmbH als seit diesem Sommer eingesetzter Betreiber erklärte, wie bei ähnlichen anderen Einrichtungen seien den Erziehern in den vergangenen Jahren „diverse kleinere und größere Verstöße gegen die Hausordnung“ bekannt geworden – solche Fälle seien zeitnah aufgearbeitet und je nach Schwere geahndet worden. HK
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