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Der städtische Energieversorger EWP hat fehlerhafte Abschlagspläne verschickt.
© Jens Kalaene/dpa

EWP entschuldigt sich für Berechnungsfehler: Neue Abschläge für Strom zu hoch

Potsdams städtischer Energieversorger EWP hat fehlerhafte Abschlagspläne verschickt. Das Unternehmen spricht von einem "Systemfehler". Wie viele Kunden betroffen sind, ist unklar.

Potsdam - Der städtische Energieversorger Energie und Wasser Potsdam (EWP) räumt Fehler bei den an die Kund:innen verschickten neuen Abschlagsplänen für Strom ein. Wie viele Betroffene es gibt, kann das Unternehmen noch nicht beziffern. „Die Prüfungen laufen noch“, erklärte Sprecher Stefan Klotz am Mittwoch auf PNN-Anfrage. Betroffen seien insbesondere Kunden, die kurz vor der Jahresverbrauchsabrechnung stehen – „mit drei bis vier noch anpassbaren Monatsabschlägen“. Bei der Berechnung der neuen Abschläge habe es einen „Systemfehler“ gegeben.

Monatlicher Abschlag von 80 Euro auf 411 Euro erhöht

In den sozialen Medien hatten Betroffene ihre Erfahrungen geteilt. In einem Fall hatte sich der monatliche Abschlag für Strom von vorher 80 Euro auf 411 Euro erhöht. Andere Kommentatoren berichteten von ähnlichen Erfahrungen.

Betroffene Kunden konnten und können über den EWP-Kundenservice ihre Abschläge korrigieren lassen, erklärte EWP-Sprecher Klotz. Sollte bereits ein falsch berechneter Betrag abgebucht worden sein, sollten die Kunden diesen bei ihrer Bank zurückfordern, hieß es weiter. Eventuelle Rücklastgebühren übernehme in diesem Fall die EWP. „Wir bedauern die Unannehmlichkeiten und entschuldigen uns bei den betroffenen Kund:innen“, erklärte der Sprecher. Die EWP habe nach Feststellung des Fehlers die Berechnungsmethode für neue Abschläge umgestellt.

Der Energieversorger hatte die neuen Abschlagspläne berechnen lassen, damit hohe Nachzahlungen für die Kunden vermieden werden. Wie berichtet erhöhen sich die Strompreise ab September für Bestandskunden. Hintergrund ist die gesetzlich geforderte Zusammenführung der Grundversorgungstarife für Bestandskunden und Neukunden. Letztere zahlten bislang mehr als die Bestandskunden.

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