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Die Stadtverwaltung will nicht den gesamten Bereich der Schul-IT aus der Hand geben. (Symbolbild)
© Kitty Kleist-Heinrich

Potsdam holt sich Hilfe bei Digitalisierung: Rathaus sucht Unterstützung für die Schul-IT

Ein Anbieter soll die Wartung und den Service für Computer in mehr als 40 Schulen übernehmen. An der bisherigen Arbeit in dem Bereich hatte es viel Kritik gegeben.

Potsdam - Schon seit Jahren klagen Schulen in Potsdam darüber, dass bei Problemen mit ihren Computern die Stadtverwaltung zu träge agiert. Das soll sich nun ändern. Mit einer europaweiten Ausschreibung sucht das Rathaus nun einen Anbieter „zum Support von Schul-IT“, wie es in dem Auftrag heißt. Es gehe unter anderem um die Inbetriebnahme, Wartung sowie Entstörung von Hard- und Software an gegenwärtig 46 Schulen, zwei Beratungsstellen und drei Internaten im Stadtgebiet.

Der Auftrag soll zunächst für zwei Jahre vergeben, plus Option auf zweimal ein Jahr Verlängerung. Bis in den April hinein kann man sich bewerben. Als Zuschlagskriterium Nummer eins nennt das Rathaus die Leistungsqualität – der Preis spiele nur zu 40 Prozent eine Rolle.

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Schon seit Jahren gab es Kritik

Trotz des neuen Anbieters will die Stadtverwaltung allerdings nicht den gesamten Bereich der Schul-IT aus der Hand geben. So werde „der Auftragnehmer“ nur „mit eingeschränkten Rechten der IT-Administration versehen“, heißt es in der Ausschreibung. Die prinzipielle Steuerung erfolge weiter über den Fachbereich E-Government im Rathaus.

Immer wieder hatten Schul- und Elternvertreter sowie Stadtverordnete in den vergangenen Jahren das Agieren des Rathauses in Sachen Schul-IT kritisiert. Vor allem seien zu wenig Mitarbeiter mit einer zu großen Zahl an Problemen befasst, hieß es ein Vorwurf. Schon Mitte 2020 hatte die Stadtverwaltung daher angekündigt, sich externe Hilfe zu holen – was jetzt mit Verspätung auch umgesetzt wird.

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