zum Hauptinhalt
Die Musikschule in der Innenstadt soll teurer werden.

© Andreas Klaer PNN/Andreas Klaer

Städtische Musikschule Potsdam: Linke kritisiert Gebührenerhöhung

Die Gebühren für die Musikschule steigen in drei Schritten um teils mehr als 50 Prozent. Die Linke lehnt das ab und fordert Geld aus dem Haushalt.

Stand:

Die Linksfraktion in der Stadtverordnetenversammlung spricht sich gegen die vom Rathaus geplante Erhöhung der Musikschulgebühren aus. „Höhere Gebühren treffen daher vor allem Menschen mit wenig Geld. Auch die ausgeweiteten Sozialermäßigungen lösen das Problem aus Sicht der Fraktion nicht“, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Stellungnahme. Nötig sei eine solidarische Finanzierung aus dem Haushalt.

„Viele verzichten aus Scham oder Überforderung auf Ermäßigungen“, sagte die Stadtverordnete Tina Lange. „Gerade die Menschen, die Unterstützung brauchen, werden so ausgeschlossen.“ Die Gebührenerhöhung sei keine Sachzwangsentscheidung. „Sie ist eine politische Weichenstellung hin zum Abbau erschwinglicher kultureller Angebote. Wir lehnen sie klar ab.“

Wie berichtet hatte das Rathaus in der vergangenen Woche die neue Gebührenordnung für die städtische Musikschule vorgelegt. Die Preise sollen demnach ab August 2026 in drei Schritten bis 2028 um insgesamt teils mehr als 50 Prozent steigen. Zur Abfederung für Familien mit wenig Geld soll gleichzeitig deutlich mehr Sozialermäßigung gewährt werden. Grund seien steigende Kosten unter anderem durch Inflation, höhere Sach- und Personalkosten.

Zur Startseite

showPaywall:
false
isSubscriber:
false
isPaid:
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })