
© pnn / Michael Bahlo/Michael Bahlo
Stadtwerkefest Potsdam zieht um: Festival 2026 erstmals in der Schiffbauergasse
Das Stadtwerkefest soll kleiner werden – und zieht vom Lustgarten in die Schiffbauergasse. Klassik wird es nicht mehr geben, aber das Event bleibt kostenfrei. Der Termin steht schon fest.
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Das Potsdamer Stadtwerkefest soll in diesem Jahr erstmals in der Schiffbauergasse stattfinden. Geplant ist ein Festival in kleinerem Rahmen als bisher, und zwar am 11. und 12. Juli, dem ersten Wochenende in den Sommerferien. Einen entsprechenden Bericht der Märkischen Allgemeinen Zeitung bestätigte Stadtwerkesprecher Göran Böhm den PNN am Freitag.
Das Konzept werde sich verändern: „Weg von den großen Künstlern, wir wollen regionaler und kleinteiliger werden“, sagt Böhm. In der Schiffbauergasse sollen sowohl Außen- als auch Innenflächen bespielt werden. Als Vorbild nennt Böhm dort etablierte Formate wie das Elektro-Festival „Havelbeats“ oder die „Stadt für eine Nacht“, auch wenn das Stadtwerkefest kein 24-Stunden-Event werden wird, wie er betont.
So groß wie im Lustgarten wird das Festival am neuen Standort nicht sein. Platz sei dort für 8000 bis 10.000 Gäste gleichzeitig, sagt Böhm. Über Tag verteilt würden es aber deutlich mehr. Im Lustgarten hatte man in früheren Jahren mit internationalen Stars auf der Bühne mit bis zu 100.000 Gästen kalkuliert. Zuletzt 2024 bei einem Festival mit deutschen Stars zählten die Stadtwerke 25.000 Besucher.
Kein Klassikabend mehr
Details zum Programm und den auftretenden Bands in diesem Jahr stehen noch nicht fest. „Wir sammeln gerade Ideen“, sagt Böhm. An die Sicherheitskonzepte der besagten Veranstaltungen in der Schiffbauergasse werde man anknüpfen. Man sei auch im Gespräch mit den Kulturträgern vor Ort: Sie erhielten die Möglichkeit, sich zu beteiligen.
Eine weitere Neuerung ist bereits sicher: Auf den Klassikabend zum Auftakt am Freitag wird aus Kostengründen verzichtet. Insgesamt wollen sich die Stadtwerke das Festival noch zwischen 200.000 und 250.000 Euro kosten lassen, bestätigte Böhm. Vor der Coronakrise waren es 900.000 Euro. Die hohen Kosten des im Jahr 2000 vom damaligen Stadtwerkechef Peter Paffhausen ins Leben gerufenen Festivals hatten in der Vergangenheit wiederholt zu Kritik geführt.
Das Festival soll kostenlos und ticketfrei bleiben, betonte Sprecher Böhm. Auch beim Zweijahresrhythmus, auf den man sich aus wirtschaftlichen Gründen 2023 geeinigt habe, bleibe es.
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