Landeshauptstadt: Teuerstes Wohngebiet Ostdeutschlands
Erneut Preisauftrieb auf Potsdams Immobilienmarkt / Einzelhandelsstandort mit besten Perspektiven
Stand:
Jüngste Studien verdeutlichen erneut die außerordentliche Attraktivität Potsdams als Wohn-, Arbeits- und Einkaufsort. Die hohe Nachfrage nach Wohnungen in Potsdam führt dem Bericht „Immobilienmarkt Ostdeutschland 2008“ der TLG Immobilien zufolge zu den höchsten Mietpreisen in den neuen Bundesländern. Die Mieten im modernisierten Altbau blieben zwar 2007 mit einer Spanne von 3,80 Euro bis acht Euro pro Quadratmeter auf dem Niveau des Vorjahres. Die Mieten für Neubauwohnungen seien jedoch mit jetzt sechs bis zehn Euro nochmals gestiegen. Stark stiegen auch in allen Potsdamer Lagen die Bodenpreise – von 30 bis 110 Euro pro Quadratmeter in einfachen Lagen, 110 bis 170 Euro in mittleren und 170 bis 500 Euro in guten oder sehr guten Lagen. Das mache Potsdam neben Berlin „zum teuersten Wohngebiet Ostdeutschlands“.
Auch die Preise für freistehende Eigenheime und Eigentumswohnungen im modernisierten Altbau stiegen der TLG Immobilien zufolge 2007 stark an: Ein freistehendes Eigenheim kostet je nach Lage zwischen 160 000 und 470 000 Euro, ein Reihenhaus oder eine Doppelhaushälfte zwischen 100 000 und 300 000 Euro. Bei Wohnungen liegt der Quadratmeter-Kaufpreis im modernisierten Altbau zwischen 1000 und 3700 Euro, im Neubau zwischen 1500 und 3200 Euro.
Einer weiteren aktuellen Studie zufolge zählt Potsdam zu den Einzelhandelsstandorten in Ostdeutschland mit den besten Perspektiven. Zu diesem Ergebnis kommt die Comfort-Gruppe in ihrem neuesten Länderreport für Brandenburg. Das Makler- und Beratungsunternehmen stuft Potsdam hinter Berlin, Leipzig, Dresden, Erfurt und Rostock als den Standort mit der größten Bedeutung als Einzelhandelsstandort in Ostdeutschland ein. Zwar verfüge Potsdam angesichts der starken Sogkraft Berlins nur über eine „eingeschränkte Zentralität“. Doch besetze Potsdam mit einer Kaufkraftkennziffer von 94,9 in diesem Jahr den ersten Platz in Ostdeutschland. Mit einer Verkaufsfläche von 1,3 Quadratmeter je Einwohner habe Potsdam einen Wert erreicht, „der noch Zuwachs ermöglicht“. Dieses Wachstum, so die Comfort-Darstellung, „sollte jedoch schwerpunktmäßig im Zentrumsbereich erfolgen“. Die Nachfrage nach Ladenflächen in der Brandenburger Straße sei immens hoch. Auch wenn die marktgerechte Nutzung der Flächen durch Denkmalschutzauflagen erschwert werde, die Attraktivität der Innenstadt gewinne gegenüber der einst übermächtigen Shopping-Center-Konkurrenz zunehmend an Gewicht und veranlasse attraktive Mieter mehr und mehr, ihren Standort hier zu wählen. Negativ vermerkt Comfort die Ansiedlung des Möbelhauses Porta direkt neben dem Stern-Center. Comfort: „Dies führt die in Potsdam als politische Willensbekundung ausgegebene Zentrumsstärkung freilich ad absurdum.“ gb/ERB
- showPaywall:
- false
- isSubscriber:
- false
- isPaid: