Landeshauptstadt: Uneins über Kaufpreis
Stadt ringt um Kauf des Bürgerbahnhofes
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Stadt ringt um Kauf des Bürgerbahnhofes Brandenburger Vorstadt - Über den Verkauf des Bürgerbahnhofes (ehemals Bahnhof Wildpark) ist zwischen dem Eigentümer, das Bundeseisenbahnvermögensamt (BEV) und der Bauverwaltung der Stadt noch kein Vertrag zustande gekommen. In dieser Woche hat es nach Angaben der Baubeigeordneten Elke von Kuick-Frenz „ein Abstimmungsgespräch“ gegeben. Verhandelt werde nach wie vor über den Kaufpreis des 3500 Quadratmeter-Areals. Gegenstand der Verhandlungen ist ebenfalls – „vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung“, so die Beigeordnete – eine Änderung des Bebauungsplanes Nr.88 „Südflanke Park Sanssouci/Geschwister-Scholl-Straße“. „Wir prüfen, ob nicht zusätzlich Baurecht auf einer weiteren Fläche“ geschaffen werden kann, so Elke von Kuick-Frenz. Diese Fläche gehöre dem BEV, Baurecht auf dieser Fläche würde für diese eine Wertsteigerung darstellen, bestätigte die Baudezernentin. Offenbar wäre dies ein Weg, um den Kaufpreis für das Bürgerbahnhofsareal zu senken. Das BEV untersteht dem Bundesfinanzminister und ist nach Aussage der Beigeordneten „gehalten, den Kaufpreis hoch zu halten“. Allerdings sei in diesem Jahr ehedem kein Geld für den Kauf des Bürgerbahnhofs im Stadthaushalt eingeplant. Von Kuick-Frenz bemängelt, dass „wir erst im Dezember 2004 von der Bundesbahn AG erfahren haben, dass wir den Bürgerbahnhof kaufen sollen“. Hintergrund des Kaufangebotes der Bundesbahn AG war die starke Kritik an den Plänen der Bahn, den 1869 erbauten Fachwerk-Bahnhof abreißen zu wollen. Das älteste Stationsgebäude Potsdams, dass Bahnchef Hartmut Mehdorn als „Schmutzecke“ bezeichnet haben soll, hatte vor der Eröffnung der Managerakademie der Deutschen Bahn im Kaiserbahnhof verschwinden sollen. Diese Pläne sind vom Tisch. Laut Kuick- Frenz hat die Stadt von der BEV die Erlaubnis erhalten, dass Areal um den Bürgerbahnhof bis zur Eröffnung des Kaiserbahnhofes am 16. Juni instand zu setzen. Die Kfz-Vorfahrt soll neu geordnet, eine historische Pflanzinsel sowie ein Mosaikpflaster auf einem Gehweg wieder hergestellt werden. Die Finanzierung der Instandsetzung dieser bis dato „Fremdfläche“ aus der normalen Haushaltsstelle Grünflächenunterhaltung nannte die Beigeordnete „eine eindeutige Vorleistung“ . gb
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