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ATLAS: Viele Fragen

Seit Monaten wird in der Stadt über Kriminalität diskutiert, speziell die Einbruchserien im Norden haben für Ängste bei der Bevölkerung gesorgt. Nun ist das Thema endlich auch in der Kommunalpolitik angekommen: Mit einem neuen Vorstoß will die SPD, salopp gesagt, dem Ordnungsamt mehr Arbeit überhelfen und dafür die Polizei entlasten.

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Seit Monaten wird in der Stadt über Kriminalität diskutiert, speziell die Einbruchserien im Norden haben für Ängste bei der Bevölkerung gesorgt. Nun ist das Thema endlich auch in der Kommunalpolitik angekommen: Mit einem neuen Vorstoß will die SPD, salopp gesagt, dem Ordnungsamt mehr Arbeit überhelfen und dafür die Polizei entlasten. Speziell Bagatelldelikte – also Ruhestörungen in der Nacht zum Beispiel – sollen die städtischen Angestellten klären, damit die Polizei genügend Einsatzkräfte bei gravierenden Straftaten einsetzen kann. Die Idee klingt auf den ersten Blick einleuchtend: Schließlich muss auch eine wachsende Stadt darauf reagieren, dass im Zuge der Polizeireform die Zahl der Polizisten in Potsdam und Umgebung um 80 auf rund 300 im Jahr 2020 reduziert werden soll. Allerdings sollten drei Dinge vor der anstehenden Debatte schon jetzt klar sein: Mehr Aufgaben für das Ordnungsamt wird es nicht zum Nulltarif geben. Zudem müssen die Mitarbeiter für solche Einsätze tatsächlich auch geschult sein. Und es muss genau erklärt werden, wie der Einsatz der kommunalen Ordnungshüter ablaufen könnte und wie für deren Sicherheit gesorgt werden kann. Denn auch eine einfache Ruhestörung kann schnell eskalieren – und wie soll sich ein Ordnungsamtsmann dann verteidigen? Viele Fragen.

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