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ATLAS: Welche Fragen?

Die Stadtverwaltung will die Potsdamer besser kennenlernen – und jetzt die Einwohner einmal pro Jahr repräsentativ befragen. Eine Überraschung ist die Umfrageoffensive nicht unbedingt, denn schon in seinem Oberbürgermeisterwahlkampf vor zweieinhalb Jahren hatte Jann Jakobs (SPD) regelmäßige Bürgerbefragungen unter rund 1000 Teilnehmern zu bestimmten Themen der Stadt angekündigt.

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Die Stadtverwaltung will die Potsdamer besser kennenlernen – und jetzt die Einwohner einmal pro Jahr repräsentativ befragen. Eine Überraschung ist die Umfrageoffensive nicht unbedingt, denn schon in seinem Oberbürgermeisterwahlkampf vor zweieinhalb Jahren hatte Jann Jakobs (SPD) regelmäßige Bürgerbefragungen unter rund 1000 Teilnehmern zu bestimmten Themen der Stadt angekündigt. Die Frage ist jetzt nur, was die Stadtverwaltung von den Potsdamern genau wissen will – und was mit den Antworten passiert. Dafür gibt es schließlich viele Möglichkeiten. So könnte es die Stadt tatsächlich wagen, zu bestimmten umstrittenen (Bau)-Projekten in der Stadt auch Volkes Stimme einzuholen – einfach um eine weitere Grundlage für Entscheidungen zu besitzen. Oder es wird die Beliebtheit von städtisch geförderten Kultureinrichtungen gemessen – oder von Sportvereinen. Viele sinnvolle Fragen könnten bei solchen Umfragen gestellt werden, getreu dem Motto: Nur wer sein Volk kennt, kann es regieren. Doch können solche Umfragen auch ein Placebo für Bürgerbeteiligung sein: Wenn es bei allzu allgemeinen Abfragen bleibt, etwa ob die Potsdamer die Mieten in ihrer Stadt zu teuer finden. Welche Antwort da wohl gegeben würde?

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